A Tale Of Golden Keys – Märchenhafte Mischung aus Rock und Pathos

A Tale Of Golden Keys

Wer kennt es nicht, das Märchen vom goldenen Schlüssel von den Gebrüdern Grimm? Ein kurzes aber doch wirklich schönes Märchen ist das: Es war einmal ein kleiner Junge, der im tiefsten Schnee einen goldenen Schlüssel fand, und in dem dafür vorgesehenen Kästchen fand er ein Feuerchen, das nie wieder erlischt. Der Junge brauchte also fortan nie wieder Feuerholz sammeln. Man muss sich bei der Wahl eines solchen Bandnamens der jungen Herrschaften aus Schwabach doch was dabei gedacht haben. Oder einer in der Band hat früher mal etliche der Märchen gelesen. Sicher ist, dass sie sich einen wunderschönen Bandnamen ausgesucht haben: A Tale Of Golden Keys Wer 2011 auf Rock im Park war, wird die Band schon kennen, denn vor einem Jahr gewannen sie einen Auftritt auf dem großen Festival. So ein Auftritt festigt und verleiht dem ein oder anderen in der Band Flügel.

Die Band A Tale Of Golden Keys besteht aus drei jungen Männern und wird wie folgt besetzt: Jonas sitzt am Schlagzeug, Hannes singt, spielt Klavier und zudem auch noch Gitarre und der Flo spielt den Bass. Die Band ist im Schnitt 21,5 Jahre alt und somit wirklich noch sehr jung. Aber dem Alter zum Trotz, besitzt die Band schon reiflich viel Bühnenerfahrung und haben nach ihrer Gründung im Jahr 2010 einen Bandcontest gewonnen. Dieser Sieg spühlte A Tale Of Golden Keys noch in das Line-Up von Rock im Park im Jahre 2011. Noch im selben Jahr nahmen sie ihren Songs auf und brachten ihre erste EP „Call It The Night“ raus, die man mittlerweile nicht mehr kaufen kann weil sie schlichtweg ausverkauft ist. Das ist für eine noch so junge Band doch schon sehr beachtlich und spricht nur für die Qualität, die in A Tale Of Golden Keys steckt. Sie haben wenn man so will, in den letzten Jahren ihr eigenes Märchen geschrieben und das auch in der Realität erlebt. Was kann es Schöneres für eine noch so blutjunge Band geben?

A Tale Of Golden Keys machen Alternative-Pop-Rock oder auch Progressive Rock. Diesen Sound versteht man erst, wenn man die Band gehört hat.

Wenn nämlich „Tonight“ erklingt, hört man zum ersten Mal das Klavier im Einsatz und nach und nach fügen sich die anderen Instrumente ein, bis nach etwa einer Minute der so sympathische und charismatische Gesang von Hannes zu hören ist. Der Track fällt schon nach erstmaligen Hören durch sein intelligentes Songwriting auf und hat eine äußerst eingängie Songstruktur. Schon hier begegnet der Hörer einer tollen Mischung aus Rock und Pathos.

Nach drei jungen und unerfahrenen Musikern hören sich A Tale Of Golden Keys absolut nicht an, und spätestens wenn ab Minute vier der Track „Tonight“ in einem fulminaten Outro endet, ist man von ihrer Qualität voll und ganz überzeugt.

Weiter geht es mit dem Titel „Fingertips“. Der vorhin so gelobte Gesang brilliert auch jetzt wieder und auch das Klavier bekommt einen besonderen Einsatz und eine noch schönere klangliche Funktion zugeschrieben. Auch „Fingertips“ hat mit 4:51 Minuten schon fast Überlänge, doch der Song wirkt nicht zu lang und keineswegs künstlich in die Länge gezogen. Gekonnt wechseln A Tale Of Golden Keys den Rhythmus und den Beat. Ruhigere Phasen werden wieder von schön treibenden Phasen überdeckt. Ganz zur Ruhe kommen sie in der Mitte des Songs und bauen aber gleichzeitig auch wieder enorme Spannung auf, bis Hannes mit dem Refrain die Pause durchbricht. Ein wirklich schöner Moment in dem Song, der unter die Haut geht und berührt.

A Tale Of Golden Keys macht seinem Namen aller Ehre, denn sie schreiben sich, wenn man so will eine eigene kleine Geschichte, die gespickt ist mit Nuancen und versprüht eine geradezu zerbrechliche Zartheit. A Tale Of Golden Keys schaffen vor allem Musik, die man so in ihrer Form nicht allzu oft gehört hat. Auf der anderen Seite schafft die Musik der Jungs eine solch kreative Wucht, die letztlich darin endet, dass man eine äußerst hohe Sympathie gegenüber A Tale Of Golden Keys verspührt. Sie wirken nicht abgehoben nach ihrem großen Auftritt bei Rock im Park, bleiben auf dem Boden der Tatsachen, und erarbeiten sich ihren Erfolg durch ehrliche Arbeit.

Und diese Kunst, die sie schaffen füllen A Tale Of Golden Keys mit einer vollen Ladung an Herzblut. Durch einen großen Auftritt bei einem Festival wird man als junger Musiker beflügelt und man sieht sich endlich an einem Punkt angelangt, bei dem es mit der Band aufwärts geht und man die lästigen Hürden überwunden hat. Was jetzt nur noch fehlt, um den Erfolg zu festigen und den nächsten Schritt gehen zu können ist ein ganzes Album. A Tale Of Golden Keys finden sich im Moment auch wieder in Studioarbeiten wieder und man kann schon bald mit einer neuen CD rechnen. Es ist dabei zu hoffen, dass auch diese CD einschlägt und den Verkauf der letzten EP vielleicht sogar nochmal übertrifft.

Man sollte A Tale Of Golden Keys keinesfalls live verpassen. Die Möglichkeit sie live zu sehen bekommt man im Sommer auf dem Brückenfestival in Nürnberg am 11.08, in Hilpoltstein am 18.8 und dann am 11.10 in Würzburg. Noch bleiben sie Bayern also treu, aber wenn das mit A Tale Of Golden Keys so weiter geht, dann ist es fast schon sicher, dass sie auch in Deutschland auf größeren Bühnen spielen werden. Doch das haben sie sich auch redlich verdient und man muss es ihnen gönnen.

Auf die Homepage von A Tale Of Golden Keys kommt ihr hier: http://www.ataleofgoldenkeys.com/A_Tale_of_Golden_Keys/Take_This.html

Und hier kommt ihr auf ihre Facebookseite: http://www.facebook.com/atogk?ref=ts

Um euch von ihnen überzeugen zu können, gibt es jetzt den Track „Tonight“ von A Tale Of Golden Keys:

[soundcloud]http://soundcloud.com/goldenkeys/tonight[/soundcloud]

 

 

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