Rezension: We Are Wolves – „Wrong“

Elektro, Art, Punk und Dance in Einem: We Are Wolves mit dem Album „Wrong“

We Are Wolves Album "Wrong"

We Are Wolves Album „Wrong“

Das Soundkartell präsentiert diesen wilden Musikmix von We Are Wolves. Wolfgang Baustian hat sich reingehört.

Bereits am 3.11. erschien das neue Werk der kanadischen Indie-Elektro-Punker We Are Wolves. „Wrong“ heißt das neue Album und soll ein Ausrufezeichen an all die sein, die einer der letzten Überlebenden aus der Electro-Art-Dance- und Punk-Szene der frühen 2000er Jahre schon vollends abgeschrieben hatten. Und hört sich gelesen diese Musikmischung schon krass und Energie sprühend an, kann das ganze gehört dies locker toppen.

Für mich sind in erster Linie gerade die Punk-Elemente unüberhörbar und Elektro sowie Gitarren halten sich gut die Waage. Fakt ist aber, dass es bei den 12 Songs auf „Wrong“ nicht viel zu kuscheln gibt. Denn Alexander Ortiz, Vincent Levesque und Pierre-Luc Bégin stehen dann doch eher für Dance-lastige Akkorde im Hintergrund mit Gitarren betonten Melodien, die gerne nach vorne gehen.

Okay, bei „Broken Arrow“ haben We Are Wolves dann doch mal einen Gang runter geschaltet und beweisen auch ihr Gespür für „besinnliche“ Momente. Aber allen Songs gemein sind dennoch der fordernde, schon fast geschrieene Gesang, der für mich die Punk-Seele aller Songs auf „Wrong“ sind. Das taugt alle Male zum Dampf ablassen, pogen sowie feiern und darf gerne auch mal härter ausfallen.

We Are Wolves Album "Wrong"

We Are Wolves Album „Wrong“

Wer also auf schroffe Beats, treibende Gitarren, energetischen Gesang und gleichzeitig wabernde Synthies steht, ist bei We Are Wolves genau richtig und sollte sein Wohlgefallen am Album „Wrong“ finden. Unüberhörbar ist allerdings auch, dass es dabei immer eine kleine Zeitreise ist. Denn so ganz können die Mannen aus Montréal ihren musikalischen Ursprung nicht verbergen. Selbst ein paar Cure-Gitarren-Riffs haben sich bei „Au revoir les crapules“ auf das Album verirrt. Sehr cool!

Was ich an We Are Wolves mag? Das sie so außerordentlich authentisch sind. Irgendwie gereift, aber trotzdem noch ursprünglich. Das muss einem nach all den Jahren Bandgeschichte, mit all seinen Höhen und Tiefen, erstmal gelingen. Und ein wenig in Mode ist es dazu auch noch. Hier eher weniger als in unseren ex- und europäischen Nachbarländern. Aber wir vom Soundkartell geben ja den Musikgeschmack in Deutschland stets gerne eine zweite Chance.

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