Tyrants & Kings

Rezensiert: Drittes Studium Album „Run March Burn“

Drittes Studioalbum am Start: Tyrants & Kings

Drittes Studioalbum am Start: Tyrants & Kings

Vor über einer Woche veröffentlichte die dänische Rock-Band Tyrants & Kings mit RUN MARCH BURN ihr drittes Studioalbum. Ob sie auch über dieses Album hinaus die Rock-Stereotypen bedienen erfahrt ihr bei uns.

Das Roxy Theatre in Los Angeles, kurz auch The Roxy genannt, ist legendär. Größen wie Bob Marley, Prince oder Elton John spielten dort bereits ausverkaufte Shows.
Was haben dort dann die noch etwas unbekannten Dänen von Tyrants & Kings damit zu tun? Genau, auch sie gehören zu den Größen, die dort aufspielen durften. Doch das war bis zum Release ihres nun dritten Studioalbums alles andere als alles, was wir über die Nord-Europäer so erfahren dürfen. So tingelten sie von einem internationalen Hotelzimmer ins nächste oder schliefen gleich im Freien.

Ja, das wahre Rockstar-Leben, wie es sich so manche Band erträumt gibt es noch. Doch auch den vier Dänen wurde diese Exklusivität und auch Luxus zu fad. Irgendwann verliert einfach alles an Glanz, wenn es zum Alltag gehört. Jetzt liegt da nach einiger Zeit der Lustlosigkeit ein neues Album mit zehn neuen Rock ‘n’ Roll Songs in den Regalen der Plattenläden.

Bei den beiden ersten Alben mischten mit Joe Baressi (Queens Of The Stone Age) und Alain Johannes (Arctic Monkeys) gleich zwei Hochkaräter als Produzenten mit. Doch jetzt verließen sie sich ganz auf sich selbst. RUN MARCH BURN wurde komplett in Eigenregie live und analog eingespielt. Erdig also.
Dadurch sind ihnen zehn Titel entstanden, die natürlich auch von den kratzigen Vocals von Dennis Kasten leben. Aber zugleich eben auch Songs wie “Mean, Mean, Mean” oder “Grindin’ on the Bottom Line” entstehen ließen.

Cover des dritten Studioalbums

Cover des dritten Studioalbums

Das hier ist ganz großer Rock. Rock, der zwar immer noch von den Erinnerungen von früher lebt, sich ab und an in der guten alten Zeit bewegt, aber dennoch ganz offen und neuartig auf uns zu kommt. Neuartig deswegen, weil wir selten einen solchen Sound zu hören bekommen haben. Irgendwie dänisch, vollbärtig und noch einen riesen Klumpen Dreck am Stiefel. Der seinen Weg in den Flur findet, obwohl wir vorher darum gebeten haben, die Schuhe auszuziehen.
Anfangs sträuben wir uns noch dagegen, doch irgendwann hören wir uns sagen: “Ach ist doch eh egal. Lassen wir es zu!”

Mit den weiteren Titel wie “Only Known By Man” oder “Howlin’ with the Wolfman” bestätigt sich dieser Eindruck und das Gefühl, das sich in uns regt, wenn wir die Platte ein zweites Mal laufen lassen.
Obwohl natürlich auch hier die Gefahr besteht, dass sie denjenigen Hörern, die nicht so auf Rock stehen, schnell auf den Wecker gehen könnte. Doch ist das bei so manchem Indie, Pop, Electro oder HipHop nicht auch so?

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