Trille – Kopf an Kopf

Kurzporträt: Trille aus Berlin

Trille aus Berlin im Porträt; Fotocredit: Lea Bräuer

Schon mal was von klassischer Konditionierung gehört? Nein! Dann stellen wir Euch heute das Paradebeispiel Trille vor! Während man Gucci, Balenciaga und Co mittlerweile nur noch mit Möchtegern-Rappern und vielleicht noch mit dem superposhen polnischen Landadel mütterlicherseits dritten Grades in Verbindung bringt, hat Trille es geschafft, seine eigene Marke zu etablieren – man nehme einfach die scheußlichste Farbe der Welt und macht diese zum Aushängeschild geiler Mucke!

Dieser eine fiese neongrüne Pulli, der schon seit Jährchen in meinem Kleiderschrank verrottet, sorgt jeden Morgen dafür, dass Zeilen wie „ich will nie mehr Monotonie“ durch mein Köpfchen fegen und sich für die nächsten 24 Stunden dort festbrennen. Uff.

Und auf einmal findet man als bekennender Schwarzträger knallige Grün- und Gelbtöne gar nicht mehr so furchtbar! Ganz im Gegenteil, man verbindet damit trappige Autotune Beats, herzschmelz Texte und hat direkt das Bild von dem halb hyperventilierenden Drummer vor seinem inneren Auge, der auf der Bühne performed wie ein Duracel Häschen! Das machen übrigens alle – Stimmung, bis zum get no.Vergangenen Freitag kam die zweite Single der quietschgrünvergnügten Truppe auf den Markt und im Folgenden erhaltet Ihr ein Kurzporträt von einem unserer momentanen Lieblinge!

Trille heißt eigentlich Tristan, ist 28 und wohnt mitten in der Blütezeit seines Lebens in Berlin – Überraschung! Aber das ist auch schon alles, was er mit den musikalischen 96% seiner Generation gemeinsam hat. In eine Schublade stecken kann man ihn nämlich nicht – es sei denn, ihr misstraut der heiligen Marie Condo, wascht Bunt- und Weißwäsche zusammen und wisst nicht, dass zum Badputzen auch die Fliesen an der Wand gehören. Dann stopft ihr vermutlich alles in eine Schublade. Auch Pop mit Rock und Fischer mit Rammstein. Trille macht jedenfalls von allem ein bisschen und passt in jede Schublade – sei sie noch so voll! Ein bisschen Trap, aber eben auch Pop, Indie, Rock. Dazu kommt’n Stapel Empathie, eine Schicht Gefühl und irgendwo dazwischen findet man dann noch Instrumente zum Anfassen! Tristan ist ’ne kleine Wundertüte, Genregrenzen gibt es nicht. Die neue Single kitzelt Sensibelchen direkt an der rechten Herzklappe. „Kopf an Kopf“ heißt das gute Stück und erzählt vom – Trommelwirbel, bitte – Fremdgehen! Aber auf eine so authentische und bildhafte Art und Weise, dass es selbst die bestfunktionierendsten Beziehungen kurz erschüttern wird.

Autsch. „Lieber immer mit Dir, als einmal mit ihr, doch wir sind Kopf an Kopf“ oder „Zuhause, ich erinner`mich, doch jetzt legst Du Dich neben mich“ – Zeilen, die Monogamie Liebenden direkt den Puls hochtreiben. Aber das ist eben auch das Spannende an dem Werk: eine Herzschmerzsituation, bei der man von Anfang an mitfiebert! Und ein durchgehend schlechtes Bauchgefühl hat, brrr. Wie in der letzten Werbung beim Sonntagstatort, kurz bevor man erfährt, dass es doch der Gärtner und nicht der Klempner war…Eine ebenso überraschende Wendung nimmt auch Trilles „Kopf an Kopf“! Was jedoch genau dort passiert, verraten wir Euch selbstverständlich nicht. Was wir Euch verraten ist, dass Trille die Welt ein ganz klein wenig besser damit gemacht hat! Diese Woche werden wir uns mit ihm in Berlino treffen, gemeinsam schnacken, kochen und – wenn’s ganz blöd läuft – uns auch noch tätowieren… Doch dazu dann nächste Woche mehr, hehe!

 

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