The Kooks

Viertes Studioalbum mit neuen Experimenten

Neues Album, neue Experimente: The Kooks mit "Listen"

Neues Album, neue Experimente: The Kooks mit „Listen“

The Kooks erfinden sich mit ihrem vierten Studioalbum neu. Die neue Platte “Listen” erweckt den alten Indie-Sound zum Leben und das Soundkartell weiht Euch in die elf neuen Tracks ein, die am vergangenen Freitag erschienen sind.

Wirklich tot war Indie noch nie. Es gab immer mal wieder Bands, die den Stil hochhielten. Ehrwürdig die Fahnen hielten und ihrem Sound treu blieben. Es gab ja genügend Bands, wie die Arctic Monkeys, die sich veränderten. Wir sind mit The Kooks und ihren Titeln wie “Seaside”, “Naive” und “Jackie Big Tits” aufgewachsen. Mit ihnen und den folgenden zwei weiteren Alben nach ihrem Debüt “Inside in Inside out”, “Konk” und “Junk Of The Heart” lebte die Indie-Zeit hoch.

Mitte August hatten wir die große Ehre unsere Idole auch mal live zu sehen. Auf dem Sziget Festival spielten der Leadsänger Luke Pritchard und seine Mannen eine Show, die sich sehen und hören lassen konnte. Einige Bands scheinen ja an Lebenslust zu verlieren. The Kooks hingegen lebten regelrecht auf und machen fast zehn Jahre nach ihrem Debüt immer noch ordentlich Dampf.

Diesen Eindruck hinterlässt auch “Listen” bei uns. Anfangs waren wir etwas skeptisch, denn in ihre neue Single “Around Town” bauten sie einen Synthesizer ein, der eine seinen Part ohrwurmlastig und gebetsmühlenartig in den gesamten fast vier Minuten wiederholt.
Doch dann kommt wieder dieser unverkennbare Gesang von Luke, und wir sind hin und weg.

Es ist schon wundersam. Es gibt sie doch tatsächlich noch, die Titel, die einem auf Anhieb gefallen. Und: sie überraschen. Wir hätten nicht damit gerechnet, dass die neuen Tracks bis auf ein paar Ausnahmen allesamt so erfrischend und vor allem – um ein etwas floppes Wort in den Mund zu nehmen – peppig daher kommen. “Sweet Emotions” zum Beispiel hinterlässt einen Eindruck, der uns dazu verführt, zunächst mal diesen Song 10 Mal am Stück zu hören, bevor wir zu den anderen Stücken kommen.

Im ferneren Sinne besteht sogar mit “Westside” eine Verbindung zum Debüt. Er wirkt von der Akkorden und der Aufmachung im Allgemeinen wie eine Fortsetzung von “Seaside”. Nur: Es gibt eben diese Synthesizer.
Es reihen sich viele Songs mit einem neuen Groove und ausgefallenen Percussions. Auch “Bad Habbit” wartet mit einem neuen Schwung auf und so verpacken The Kooks ihre Songs in ein neues Gewand. Eines, das unverzüglich zum Tanzen einlädt.

Doch es bleiben natürlich auch die schwächeren Songs im Gedächtnis. “See Me How” oder gar “Are We Electric” passen so gar nicht in die Reihe der anderen. Wir sind der Meinung, dass es tatsächlich die Synthesizer sind, die stören.
Das sind Eindrücke, die das Album trüben. Doch um die Enttäuschung sogleich zu umgehen, liefern sie eben auch wieder einen nach. “Sunrise” ist so ein Song, der vom Spätsommer leben wird.

Das vierte Album der Briten tut niemandem weh. “Listen” wartet mit neuem Schwung auf und entpuppt sich bei mehrmaligem Hören in ein wahres Feuerwerk neuer Indie-Musik. Die alten Vorgänger ihres Debüts können sie zwar nicht übertreffen, aber darum geht es an dieser Stelle auch nicht. Einen Kauf ist “Listen” auf jeden Fall wert und erweitert die künstlerische und musikalische Logik der Kooks um eine weitere tolle Facette.

Das gesamte Album könnt ihr hier streamen:

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