tagebook vom Soundkartell

Die besten Neuentdeckungen der Woche

The New Union aus Brighton; Credit: Artist

The New Union aus Brighton; Credit: Artist

Wir haben in dieser Woche wieder eine Menge neuer Musik, die ihr vorher wohl noch nie gehört habt. Dabei haben wir alle möglichen Genres über Elektro-Pop, HipHop, Rap, Indie und Singer-Songwriter mit im Gepäck. Nur hier hört ihr die besten Neuentdeckungen.

Beginnen möchten wir mit Prince Naeem aus West-Sydney. Am 06. Februar erschien die EP “Cloudboy”, die wir uns kostenlos auf seiner Bandcamp-Seite herunterladen können. Darauf finden wir wirklich feinsten Rap, der so eigentlich gar nicht in die australische HipHop Schublade passt. “Feel Nice” ist überaus smooth und lebt von perfekten Flows und einem dreist guten Rap-Gesang.

Prince Naeem – Feel Nice

Wir machen mit HipHop weiter und bleiben in Australien. Dieses Mal wird es allerdings nicht ganz so Rap-lastig, sondern Koolta geht mit seiner Musik eher Richtung klassischen HipHop. “All Together” ist seine neue Single und ist brandneu, sie erschien erst vor zehn Tagen. Er experimentiert dabei mit schweren Bässen und Bläsern und übermittelt uns dadurch ein starkes Statement für sein gegen Ende des Jahres erscheinendes Album. Den Track gibt es übrigens als Freedownload.

Koolta – All Together

Von der einen neuen Single kommen wir gleich zur nächsten des Rappers Ry aus Melbourne. “Circles” ist der erste Vorbote seines kommenden Albums und beweist, worauf wir uns einstellen müssen: Astreinen und exzellent gereimten HipHop/Rap.

Ry – Circles

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Wir machen an dieser Stelle einfach mit HipHop weiter. Miracle kommt ursprünglich aus Accra, Ghana. Mit seinem ersten Album “Mainland” will er ab Juli durchstarten. Davor möchten wir euch mit “Better Dayz” einen ersten Eindruck geben und euch das Warten versüßen, denn der junge Ghanaer hat so einiges drauf. “Endless Summer” heißt seine aktuelle EP, ist aber noch nicht verfügbar. Deshalb begnügt euch mal an dieser Stelle noch mit “Better Dayz”.

Miracle – Better Dayz

Ein letztes Mal australischen HipHop haben wir an dieser Stelle nochmal für euch. Purpose entstammt aus Adelaide, einer größeren Stadt aus Südaustralien. Er hat in den letzten Jahren unterschiedliche Mixtapes unter dem Namen “If The City Had Voice” veröffentlicht. Dieses Jahr noch erscheint die vierte Edition. Von der dritten Ausgabe aus dem Jahr 2011 möchten wir euch seinen Titel “Till The Break Of Dawn” vorstellen.

Purpose – Till The Break Of Dawn

Wie versprochen kommen wir nun zu einem vielversprechenden Singer-Songwriter aus Leicester, UK. Leo Stannard gilt als einer der Hoffnungsträger des britischen Songwritertums und hat mit “Odyseey” eine erste EP an den Start gebracht. Auf seiner Soundcloudseite können wir uns seinen wundervollen Track “Eliza” herunterladen. Wir wetten mit euch, dass sich dieser junge Brite noch gut machen wird und ihr ihn noch das ein oder andere Mal zu Gesicht bekommen werdet.

Leo Stannard – Eliza

ASAP Rocky hatte ja im vergangenen Jahr die Messlatte, was amerikanischen HipHop betrifft sehr hoch gelegt. Isaiah Rashad tut es ihm gleich und wir möchten euch mit ihm einen überaus talentierten Rapper aus Tennessee vorstellen. Über einen dänischen Blog sind wir auf ihn gestoßen und damit auch auf seinen Track names “Ronnie Drake”. Was sollen wir zu diesem Rapper auch noch sagen, außer, dass wir mit ihm einen der wohl größten Rap-Talente der USA vor uns haben.

Isaiah Rashad – Ronnie Drake

Vorerst bleiben wir in den Staaten und stellen euch mit We The Wild ein Elektro-Pop Duo aus Portland vor. “Volume 1” ist die erste Veröffentlichung des Duos, das sich dem Genre Alt-Pop verschreibt. Das nächste Werk namens “Volume 2” erscheint noch dieses Jahr und von dem Vorgänger lassen wir euch in ihren Track “Body Electric (Blue)” reinhören. Es erinnert ein bisschen an eine elektronische Version von Alt-J.

We The Wild – Body Electric (Blue)

shy-girls

Viel minimalistischer und elektronischer geht es an dieser Stelle mit Shy Girls weiter und bleiben in Portland. Es handelt sich um Minimalist-Pop und damit das Mauscheln um den Künstlernamen auch gleich beenden: Wir sollen bloß nicht zu viel in seinen Bandnamen und in seine Musik hinein interpretieren. Hört euch einfach “Under Attack” und urteilt selbst welche Züge seine Musik aufweist. Nur noch zur kurzen Information: Er arbeitete bisher an einem Krankenhaus und die Musik war für ihn bis dato Nebensache.

Shy Girls – Under Attack

In diesem Sinne bleiben wir elektronisch. Waylayers heißt die nächste Band, die wir euch ans Herz legen möchten. Die Stimme erinnert sehr stark an die von Chris Martin. Der Track “Medicine” ist eben gerade erst erschienen und arbeitet mit unheimlich minimalistischen Elementen von Synthesizern und baut eine ungeheuerlich wundersame Stimmung auf. Wir sind begeistert.

Waylayer – Medicine

Ben und Leo, das sind aus London. Das Duo arbeitet ähnlich wie die Band vorher auf sehr minimalistische Art und Weise. Meist reicht ein Synthesizer, der etwas hin und her flackert, bis letztlich die Drums und Beats einsetzen. Die Vocals und der Meldoieverlauf von “50/50” bleiben uns bis in die letzte Minute hinein präsent. Diesen Track möchtet ihr garantiert ein zweites Mal hören.

Fé – 50/50

Zum Schluss verbleiben wir noch auf unserer Nachbarinsel Grobritannien und stellen euch zunächst As Elephants Are vor. Das Quartett veröffentlichte kürzlich ihre EP “Hand Prints” und ihre Musik tendiert schon stark dazu in die üblichen Indie-Muster zu verfallen. Doch sie holen sich immer wieder durch die treibende Kraft ihrer Gitarren und Drums heraus. Der gleichnamige Titel der EP überzeugt uns von der ersten Sekunde an.

As Elephants Are – Hand Prints

thenewunion

Unserer Musiktipps beenden wir mit einer Band aus Brighton. The New Union und ihren sommerlichen Indie-Sound wollen wir euch mit ihrer neuen Single “How” vorstellen. Viel Klavier, einprägsame Vocals und britische Leichtigkeit bescheren uns einen tollen Newcomer, von dem wir sicherlich noch etwas mehr hören werden. In diesem Sinne bis nächste Woche, euer Soundkartell!

The New Union – How

Foto 01: Miracle; Credit: Sony Music

Foto 02: Shy Girls; Credit: Artist

Foto 03: The New Union; Credit: Artist

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