Strangers On A Train

Stimmungsvoller Folk-Rock von Strangers On A Train

Strangers On A Train mit ihrem Debütalbum

Strangers On A Train mit ihrem Debütalbum

An diesem Samstag wird es bluesig, folkig und soulig. Das Soundkartell stellt Euch die Band Strangers On A Train aus Kopenhagen in einem Review vor.

Bereits am 17. Juli erschien das Debütalbum “The Doghouse Suite” von Strangers On A Train. So lange hatte ich Zeit, mich in das Album reinzuhören. Enthalten sind 12 Tracks, die in einem CD-Cover verpackt sind, bei dem Eure Omis und Eltern aufschreien würden. Schon etwas anzüglich und strange, wenn die CD einfach so zum Beispiel im Wohnzimmer rumliegt und Fremde das dann sehen. Aber gut, es ist eben nur ein Cover und sagt absolut nichts über die Musik von Strangers On A Train aus. Die ist nämlich absolut gar nicht anzüglich.

Es ist vielmehr die Art von Musik, die man sich gerne live in einer Bar wünscht. Ein bisschen schottisch, irisch, britisch eben. Verrucht und verraucht wohl auch und sehr stimmungsvoll. Das liegt größtenteils an der Stimme des Sängers, die einen absolut atemberaubenden Klang hat. Da frage ich mich immer: Wie redet die Person auch so in der Stimmlage, wie sie singt? Bei Strangers On A Train könnte ich mir das sogar gut vorstellen.

Aber gut, nun zum Album der Band. Als Folk-Rock bezeichnen sie selbst ihre Musik und das klingt dann tatsächlich mehr nach USA und Nordamerika, als nach dem kühlen, modernen Dänemark. Nehmen wir mal “Oceans Of Gold”. Hier verarbeiten Strangers On A Train auf vorzügliche Art und Weise Streicher und Bläser. Es geht ziemlich gediegen zu und das Schlagzeug gibt hier ganz eindeutig den Rhythmus vor. So können die fünf Dänen stark in ihrer Spielweise variieren. Mal etwas schunkeliger, mal getragen oder eine Mischung aus beidem. Heißt, sie wechseln auch innerhalb der Songs oftmals die Rhythmik.

Manchmal mache ich mir aber schon Sorgen um die Stimme des Sängers. Er legt so viel Leidenschaft und Kratzigkeit in seine Stimme, dass das eigentlich nicht gesund sein kann für die Stimmbänder. In “Tales Of Kuchsmann” legt der Sänger so viel Verve in seine Stimme, dass die definitiv als Markenzeichen der Band in Erinnerung bleiben wird. Manchmal ist der Song so verschroben gesungen, dass er schon fast nuschelt und man kaum ein Wort versteht. Richtig gut gefällt mir “The Balcony” und “Naked And Afraid”. Hier tauchen so viele Stilelemente auf, dass die Musik der Dänen einfach nur Laune macht.

Strangers On A Train sind erfrischend anders und es eine Art von Folk, den sie uns hier präsentieren, von dem wir gerne noch mehr hören würden. Auch das kann aus Dänemark kommen und muss nicht immer mit Synthies geschmückt werden. Es geht auch erdiger und bodenständiger, auch wenn das Album schon sehr special Interest ist.

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