Rezension: The Harmaleighs

The Harmaleighs „She Won’t Make Sense“ Albumrelease

The Harmaleighs Album „She Won’t Make Sense“ Rezension

Das Indie Duo The Harmaleighs ist mit einer neuen Platte zurück.

Selten liegen Verletzlichkeit und laute Töne so nah beieinander wie bei The Harmaleighs und deren neuem Album “She Won’t Make Sense”. Der Opener gibt schon direkt einen ersten Eindruck vor: Verletzlichkeit steht an erster Stelle. So könnte ich es interpretieren. Das Duo aus Nashville hat heute ein neues Album rausgebracht, das sich bei erstmaligem Hören nicht genau beschreiben lässt.

Haley Grant an der Gitarre, spielt Melodien an, die zart getragen werden und manchmal völlig hölzern daherkommen dürfen. Kaylee Jasperson am Bass und als Backup-Vocal sorgt dafür, dass die Songs dann wie in “Sorry I’m Busy” auch mal ausbrechen oder sich auf einen leisen Herzschlag reduzieren. Ihr ahnt es schon: Haley und Kaylee ergänzen sich vortrefflich.

Im Zentrum aller Songs steht die Protagonistin Susan. Eine Frau mit Angststörungen und Depressionen in vielerlei Formen.

“Das ganze Album ist wie ein Gespräch, das ich mit Susan führe oder Dinge, die Susan in meinem Namen tut”. – so Haley über das Album.

So kommt es unweigerlich zum Dialog von Haley und Kaylee. Sie singen sich gegenseitig zu und es entsteht eine Dramaturgie der beiden. “She Won’t Make Sense” ist wirklich ein Auf und Ab der Gefühle. Auf ruhigere Momente, folgen wieder verstörend laute in dem Sinne, dass ich der Protagonisten in ihre Gefühlswelt folgen kann. Ich fühle und fiebere mit. Freue mich, wenn der vermeintliche Turningpoint “Sorry, I’m Busy” einsetzt und falle wieder mehrere Schritte zurück.

Den beiden Damen muss klar sein, dass man hier gerne durcheinander gerät und ich das Album als Zuhörer auch nicht einfach durchskippen darf. Jeder Song baut aufeinander auf und folgt einem Muster.

Mit dem letzten Akkord in “I Don’t Know Myself” endet auch vorübergehend der Dialog. Aber The Harmaleighs haben es geschafft das Gespräch zwischen Zuhörer und den Künstlerinnen selbst zu eröffnen. Diese Platte solltest du dir reinziehen, wenn du Zeit zum Zuhören hast und dich von den vielen Disharmonien nicht einschüchtern lässt.

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