Rezension: Slothrust „Parallel Timeline“

Rezension Slothrust „Parallel Timeline“

Slothrust liefern neues Album „Parallel Timeline“; Fotocredit: Lindsey Byrnes

Heute stellen wir dir das fünfte Studioalbum von Slothrust “Parallel Timeline” vor. Es wurde mit großer Spannung erwartet und enthält 10 neue Songs, die die Songwriterin Wellbaum als starke Songschreiberin mit einer so kraftvollen Stimme darstellen. Sie demonstriert geradezu eine intellektuelle Neugier und emotionale Zuversicht, die sich mit dem stetig wachsenden Bekanntheitsgrad der Band mittlerweile vertieft hat. Mit den Bandkollegen Will Gorin (Schlagzeug) und Kyle Bann (Bass), die das wesentliche Gerüst des Trios abrunden, werden Wellbaums skurrile visuelle und taktile Inspirationen zum Leben erweckt.

Bereits im Frühjahr hatten wir dir hier die erste Single der Platte “Cranium” vorgestellt. Es war die erste musikalische Wiederkehr der Bostoner Band nach drei Jahren. Mit der Single leiten sie auch ihr Album ein. Sehr getragen und variantenreich zeigten sie sich schon da. Doch im zweiten Track legt Lea Wellbaum dann los und es kommt zum ersten Ausbruch auf dieser recht kurzweiligen Platte. Sie legt ein Gitarrenriff hin, das direkt Speed aufnimmt und sich durchgehend den Song über trägt.

Lea rechnet in “Once More For The Ocean” mit Menschen ab, die ihr zu viel reden und entsprechend nicht zum Handeln kommen. Vielleicht auch deswegen diese hohe Intensität im Song und Expressivität. Denn schon bei der nächsten Nummer nimmt sie ein bisschen Wind aus den Segeln und lässt es erstmal gemächlicher angehen. Doch auch “Courtesy” explodiert dann im Song und man merkt spätestens hier nochmal, wie facettenreich Lea Wellbaum ihre Songs konzipiert. Klar braucht sie auch ihre Band, aber der Kern ihrer Ausdruckskraft liegt dann doch in dem, was uns Lea an der Gitarre präsentiert.

Die emotionalen Ausbrüche finden sich durchweg in fast allen Songs und man kann sogar schon vom puren Rock sprechen, wenn die Bostoner Musikerin mal wieder ein Soli auspackt und dafür sorgt, dass man Headbangend zu den Songs dasitzen könnte. Noch dazu findet man sich in spektakulären zwiegespaltenen Songs wieder, die das Gefühl, im eigenen Bewusstsein gefangen zu sein beschreiben, während man gleichzeitig nach einer sinnvollen Verbindung zum Universum und all den darin enthaltenen Geheimnissen sucht. Deepness mit granatigen Gitarrenriffs und verrückten Ausflügen, das ist genau das, was wir jetzt brauchen.

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