Review: Kristian Finne Kristensen „Underbelly“

Kristian Finne Kristensen „Underbelly“ Podcast & Album

Kristian Finne Kristensen „Underbelly“ Podcast & Album

Aus dem Nichts taucht von Kristian Finne Kristensen (was für ein typisch nordischer Name) ein Projekt auf: Podcast/Crimestory & Album zugleich. Abseits von seinen anderen Sideprojects wie Cancer oder Chorus Grant, gibt es jetzt seit 1. Februar eine Crimestory in Form eines Podcasts in insgesamt fünf Kapiteln aufgeteilt. Passend dazu gibt es 8 Songs. Doch es sind keine richtigen Songs, es sind ASMR/Ambient Tracks. Sie begleiten uns durch und durch durch diese Story. Kristian nimmt uns mit auf eine mysteriöse Reise, die uns aus der Seele sprechen soll.

“Underbelly” nimmt uns mit nach Kopenhagen, in die okkulte Szene dort und stellt uns vor die Aufgabe nochmal zu überdenken, wo und wie wir unterscheiden können zwischen innen und außen. Die Welt in uns. Die Welt um uns herum.

Ich habe es so gemacht: Erst Kapitel 1 gehört. Dann 1-2 Songs gehört. Ich habe mich voll darauf eingelassen. Fast schon meditativ. Augen zu und einfach zuhören. Die Songs wirken wie einzelne Fragmente. Allein der erste Song vom Album, das ja als Begleitwerk zur Geschichte dient, tauchen viele Geräusche, geloopte Melodien und eben einzelne Teile aus Songs auf. Wie in einem Adventure Spiel ist das die perfekte Geräuschkulisse für die Geschichte. Wie wechseln wieder zurück zur Story. Wie neue 7 Minuten. Kristian scheint sich in der inneren Gefühlswelt seiner selbst komplett aufgelöst zu haben. So zerstreut und transzendental wirkt das jetzt alles. Er taucht in einen Hasenbau ab. Entdeckt eine völlig neue Welt. Er, als der nicht-eingeladene Gast, ein blinder Passagier in einer neuen Welt.

Auf einmal prasseln alle Geräusche auf ihn ein. Der Müllwagen, Fußstapfen, die Vögel am Himmel. Der Protagonist entdeckt die Geräusche seiner Umgebung komplett neu. Ordnet sie neu zu und wundert sich auch, wie ihm so manches nicht auffallen konnte, nachdem er schon 10 Jahre in seinen eigenen 4 Wänden lebte. Manchmal ist das nun mal so, dass uns die eigene Welt so fremd vorkommt und wir jedes Geräusch, jeden Gegenstand hinterfragen.

Ich muss sagen, dass ich sehr überrascht bin und hin und weg bin. Kristian hat ja noch zwei andere Vollzeit-Projekte. Wie schafft er das nur? Er hat ein echtes Händchen dafür die Zuhörer*innen in seinen Bann zu ziehen. Daraus kommt man so schnell erstmal nicht mehr weg. Eine wundervolle Abwechslung zum tristen Alltag ist das.

 

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