Review: Brimheim

Dänisch-Färöische Songwriterin Brimheim

Brimheim verzaubert und betört mit ihrem Sound; Fotocredit: Sonja Lovdal

Dass Brimheim in ihrer im Frühjahr neuesten Single „Call It What You Want“ auf die Farbe Rot setzt, ist sicher kein Zufall. Die Farbe der Liebe und es darf auch gern etwas auffälliger sein. So unauffällig introvertiert wie die Musikerin sonst agiert, passt das sehr gut zu ihr. Brimheim, die mit dem zweiten Vornamen Helena Rebensdorff heißt, hat in ihrer damaligen Single eine Hommage an die Liebe geschrieben. Es geht aber auch um die Herausforderungen, denen sich Brimheim und ihre Frau als Paar gestellt haben. Die mangelnde Akzeptanz hat sie stark verunsichert und auch die Schwiegereltern der Sängerin waren damit nicht wirklich happy. Insbesondere ihre Mutter, hatte sie deswegen noch nie getroffen. Schon traurig, wenn so etwas passiert und keine Liebe und Zuneigung deshalb möglich ist.

Es herrscht ständig eine Angst nicht so akzeptiert zu werden, wie man eben ist. Gerade für das nahe Umfeld ist das sicherlich unfassbar schwer und es zerfrisst einen auch. Die Angst „entdeckt“ zu werden hat Brimheim und ihre Frau lange Zeit geprägt. Im negativen Sinne. Aber sie haben es geschafft, haben es selbst bewältigt und trotz allen Widerstands ist sie nun als Musikerin überglücklich. Ihre Songs sollen einen Schmerz und Melancholie ausstrahlen. Gleichzeitig aber Hoffnung, Liebe und Ausdauer ausstrahlen.

Letzten Oktober kam erst ihre erste EP „Myself Misspelled“ raus. „Call It What You Want“ war damals schon drauf und jetzt soll ein Album folgen. Puh ich muss sagen, dass ich schön angetan bin von ihrem Sound und auch davon, wie sie sich Musikerin gibt. Warmer Indie, Pop gemixt mit Electronica. So wie in ihrem Song „Four Chambers“ ist das atemberaubend schön einfach nur!

In der ersten Jahreshälfte kam mit „can’t hate myself into a different shape“ ihr erstes Album raus. Darauf hat sie 11 wirklich umwerfende Pop-Songs gepackt. Man spürt wieder diesen Schmerz und ist wieder voll drin in ihrer Welt. Egal ob kurz gedämpfte Gitarrenriffs wie im Titeltrack der Platte, der dann im weiteren Verlauf ausbricht wie ein Wasserfall. Birmheim hat womöglich ein Album für die Ewigkeit geschaffen. So ein Debüt gab es selten.

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