Album: „Marlon“ von Mavi Phoenix

Mavi Phoenix Albumreview „Marlon“

Zwei Jahre ist es her, dass Mavi Phoenix sein Debütalbum „Boys Toys“ herausbrachte. Die Platte beschäftigte sich mit den Anfängen seiner Transition und der Auseinandersetzung mit Männlichkeitsbildern. Danach wurde es erst mal eine Weile still. Jetzt ist Mavi Phoenix zurück und nimmt uns in „Marlon“ mit auf seine ganz persönliche Reise.

Bereits im Mai 2021 durften sich Zuschauer:innen beim „ZDF Magazin Royale“ über die erste Single von „Marlon“ freuen. In der von Jan Böhmermann moderierten Sendung präsentierte Mavi Phoenix den Song „Nothing Good“. Seitdem wurden ganze sieben der insgesamt fünfzehn Songs als Singles veröffentlicht. Der Sound ist überraschend. Neben der altbekannten Mavi-Coolness probiert der Sänger in „Marlon“ einige neue Dinge aus. Das Ergebnis ist ein Sound, der sich sehen lassen kann. Dabei waren manche Experimente auch nicht ganz freiwillig. Auf Instagram schrieb der Österreicher: „Nachdem ich mein Debütalbum im letzten Jahr herausgebracht habe, habe ich angefangen Testosteron zu nehmen und habe ich mir eine Auszeit von posten genommen und mich nur darauf konzentriert neue Musik zu schreiben. Ich wusste nicht was mit meinem Körper oder meiner Stimme passieren würde, klar, die Ärzte sagen einem was vielleicht passiert aber jeder Körper reagiert anders auf die Hormone.“ Für „Marlon“ griff er dann häufiger auf Gitarrensounds zurück, gemischt mit Rap-Elementen und Inspirationen aus dem Pop-Punk, entsteht ein Sound, der perfekt in den aktuellen Y2K-Trend passt. Eben sehr 2000er inspiriert. Dabei schafft er es unter anderem an Künstler wie Vampire Weekend zu erinnern und wird sicherlich auch Fans von BLVTH und bülow überzeugen.

In seinen Liedern beschäftigt sich Mavi mit einer großen Bandbreite an Themen. So geht es in „So happy I’m useless“ um seine Erfahrungen mit Antidepressiva. „F Song“ ist ein Sex positiver Song, den der Künstler selbst als eine kleinen Akt der Rebellion ansieht, wie er in einem Interview mit dem Musikexpress erzählte. In der ersten Strophe heißt es da: „I wanna get you going tonight. I wanna fuck you in the morning. I wanna touch and make you smile.“ Manche Songs handeln aber auch einfach davon das Leben zu zelebrieren. So singt er in „Tokyo Drift“: „They wanna make me king.
That’s what I’ve always been.“

„Marlon“ ist ein persönliches Album, bei dem Hörer:innen dennoch die Entscheidung haben sich auf die Texte zu konzentrieren oder einfach eine gute Zeit zu haben. Eine großartige Mischung aus guten Vibes und guter Message. Mavi Phoenix selbst schrieb zum Album auf Instagram: „Es war das Licht im Dunkeln, etwas, an dem ich mich festhalten konnte, ein Traum. So wie Musik es schon immer für mich war.“ Der eine oder andere mag sich vielleicht auch darin wiederfinden.

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