Micro Circus

Bayrische Neuentdeckung der Woche

Micro Circus aus Nürnberg

Micro Circus aus Nürnberg

Sie kommen aus Nürnberg und bringen jede Menge attraktiven Popappeal mit. Auf ihrem aktuellen Album verbinden sie 90er und klassische Indie-Elemente. Das Soundkartell stellt vor.

Micro Circus wurde aus der Not geboren. Es fehlten im Jahr der Gründung einfach zu wenige Mitmusiker am Bass und den Drums, um daraus eine ganze Band entstehen lassen zu können. Also bastelten Chris und Ole ihren eigenen Beats und Loops. Diese Not machte sie erfinderisch und so gefiel ihnen das, was sie zu zweit entstehen ließen. Mit „Bliss made of plastic“ haben sie bisher ein Album herausgebracht.

Indie und Pop verbinden sie miteinander. Doch irgendwie klingen Songs wie “Soapboxrace” oder “Needle” dann doch etwas ruppiger, als das, was wir von klassischen Indie-Bands gewohnt sind. Es klingt reifer und vor allem nicht ganz so naiv, wie manche Indie-Newcomerband. Die Songs auf ihrem Debütalbum schinden ganz schön Eindruck, denn so tauchen etliche Spielereien auf.
Ausgereifter Hi-Fi Sound trifft hier auf liebevollen Lo-Fi-Pop, der durch das ein oder andere Effektgerät gejagt wird.

Beachtlich und überaus erstaunlich welch satten Sound die beiden Nürnberger aus ihren Instrumenten herausholen. Die Begeisterung für Indie-Pop Sounds und das Faible für den Sound der 90er Jahre ist ihnen in jedem Moment dieser Platte anzuhören. Und irgendwie erwecken die beiden jungen Herren den Eindruck, dass sie ja viel besser in eine der nördlicheren Städte wie Berlin, Hamburg oder gar Kopenhagen passen würden. Umso erfreulicher, dass sie sich für das Bundesland Bayern ins Rennen schicken.

Aus Nürnberg: Micro Circus

Aus Nürnberg: Micro Circus

Es ist schon wieder einmal eindrucksvoll, welch tolle Band wir mit Micro Circus aus Nürnberg entdecken dürfen. Allzu oft durften wir noch nicht in ein Debütalbum einer Band reinhören, das schon jetzt so klingt, als ob sie bereits die ein oder andere Platte veröffentlicht hätten. Von Anfängerfehlern oder zu karg produzierten Songs kann hier keine Rede sein. So bleibt es allerdings offen, wie ihr Sound auf Festivalbühnen klingen mag, wenn sie zu zwei die Regler und Saiten bedienen.

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