Rezension: Matija – „Are We An Electric Generation Falling Apart?“

Charismatischer Indie-Pop aus München: Debüt-Album „Are We An Electric Generation Falling Apart?“ von Matija

Matija Debüt-Album "Are We An Electric Generation Falling Apart?"

Matija Debüt-Album „Are We An Electric Generation
Falling Apart?“

Das Soundkartell hat das Debüt-Album von Matija der neuen Indie-Hoffnung aus Bayern entdeckt. Wolfgang Baustian hat reingehört:

„Ich sag nur Charisma“ war einst der angesagte Spruch aus der Werbung einer norddeutschen Biermarke. Aber genau der Spruch fiel mir wieder ein, als ich das erste Video der Indie-Pop-Band Matija gesehen hatte. Und was hallt in unserer schnelllebigen Zeit noch länger nach als Charisma? Individualität. Gut wenn man Beides hat. Und Matija haben es auf jeden Fall.

Um ihre Ausnahmestellung unter Beweis zu stellen, haben die Münchner Boys endlich ihr Debüt-Album „Are We An Electric Generation Falling Apart?“ an den Start gebracht. Wobei es schon krass ist, mit dem Namen eines Albums eine grundlegende Frage an unsere Generation zu stellen.

Aber auch das sind Matija: Freidenker, Umdenker, Globaldenker. Inspiriert von Bowie und Warhol, beeinflusst von Radiohead, Foals oder Lana Del Rey und lyrisch bisweilen von der HipHop-Poesie eines Kendrick Lamar geprägt, wollen Matija Kovac , Jan Salgovic, Johann Blake und Sami Salman alles andere als den Mainstream bedienen. Das Ergebnis ist ein im positiven Sinne extrovertiertes Album, dass sich so wohltuend vom Establishment abhebt. Sei es durch die fragile Erscheinung von Frontmann Matija Kovac, dessen Stimme bestimmt einen Großteil an der besonderen Ausdruckskraft der Band hat, oder eben so geniale Songs wie „White Socks“, „Modern Girl“ oder meinen Anspieltipp „Mexico“. Auf der inneren Suche nach etwas Vergleichbaren muss ich zugeben, dass mir gar nichts einfällt.

Matija aus München - Credits by Rue Nouvelle

Matija aus München – Credits by Rue Nouvelle

Ein größeres Kompliment kann man einer Band doch gar nicht machen, oder? Erfolgreich haben Matija ihren ganz eigenen Stil innerhalb des Indie-Pop entwickelt. Das wirkt auf mich äußerst erfrischend und versprüht sein eigenes unverbrauchtes Karma. Womit wir wieder locker beim anfänglichen Spruch angekommen sind. Welches aber für mich nun mal ein unverzichtbares Attribut für einen langfristigen Erfolg bedeutet. Was soll da noch schief gehen?

Matija auf Tour:

11.12. Köln – Blue Shell
12.12. Hamburg – Häkken
14.12. Berlin – Auster Club
15.12. München – Strom
24.05.18 München – MVG Museum

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