Marteria

Marteria „Roswell“ – Das Oettinger unter den Rap-Alben

Marteria und sein Album "Roswell"; Fotocredit: Pau Ripke

Marteria und sein Album „Roswell“; Fotocredit: Pau Ripke

Heute erscheint das neue Studioalbum „Roswell“ von Marteria und das musste ich mir anhören.

Oh mein fucking Gott, was ist das? Also dieses Album von Marteria. Das kommt heute raus. „Roswell“ hat er es getauft und darauf sind 12 Tracks drauf. „Aliens“ zusammen mit Teutilla kennt ihr bestimmt schon und um mal das erste Pfund loszuwerden: Dieser Track ist der Grund warum für mich der Sänger von den Beatsteaks unten durch ist. Was soll dieses Feature bitte? Noch dazu, dass der Text einfach mal abartigst schlecht ist, nervt der Track einfach nur. Sorry geht gar nicht. Das Problem an dem Song ist aber doch, dass er sich richtig regelrecht ins Hirn frisst. Man bekommt ihn nicht mehr raus, leider.

Nein aber wirklich: Ich war nie der große Marteria Fan. „Roswell“ ist die erste Platte des Rappers, die ich mir so wirklich in voller Länge angetan habe. Wobei ich mich selbst fragen muss, warum ich das getan habe. Weil die Vorstellung, die sich mir nach mehrmaligem Hören einbrennt ist eher die, dass ich einen feierwütigen Marteria vor mir sitzen sehe. Vor ihm ein billiger Drum-Computer auf dem er die Beats für „Links“, „Scotty Beam Mich Hoch“ und „Das Geld Muss Weg“ produziert hat. Schäbig klingt das. Und vor allem frage ich mich hier schon: Warum feiern so viele diesen Rapper so arg? Klar die Stimme ist schon markant, aber weder die Flows sind irgendwie nachhaltig wiederhörbar, noch die Reime seiner Texte. Für mich eine Mischung aus OK KID für die schlechten, intelligent gemeinten Texte. Und: KID SIMIUS Produktionen, die kein Mensch braucht.

„Roswell“ ist mehr ein Party-Album. Wenn du dich vorm Weggehen ordentlich pushen willst, dann musst du nur die Tracks im schnell Waschgang hören. Wobei ihr dann eher auf dem Niveau von aufgepumpten Fitness-Affen seid und ihr Euch nicht als eine Person mit gutem Musikgeschmack outet. Für mich klingen die Tracks tatsächlich eher so, als würde mir da jemand 6 Flaschen Oettinger hinstellen, die mal mächtig alle durchschütteln und er schreit mir dann ins Gesicht: Ex die Bier du Depp!

Marteria und sein Album "Roswell"; Fotocredit: Pau Ripke

Marteria und sein Album „Roswell“; Fotocredit: Pau Ripke

Naja nehmen wir zum Beispiel mal „Tauchstation“. Zuerst fällt auf: Oha der billige Beat, der klingt als hätte ich ihn mit einem Fisherprice Gerät eingespielt. Bisschen Hall drauf, dann das erste „Aaaah“. Marteria ist da. Kaliber auf lila, Deeler auf Keeper auf Spieler und so weiter. Äh, gehts noch langweiliger? Und vor allem: Wo ist die Message? Ja gut er war auf „Tauchstation“. Wunderbar belanglos. Sorry, aber mir fehlt einfach die Tiefe vor allem für einen Rapper, der so stark im Rampenlicht steht. Ansonsten verkommt Marteria für mich nur zu einem Musiker, der einfach nur eine billige Platte mit „Alien-Story“ produziert hat und darauf hofft, dass all die oberflächigen Girls und Boys seine Platte kaufen. Zum Schluß frage ich mich aber noch eines: Wie kann sich ein Rapper nur so sehr selbst feiern und diesen Eindruck so stark auf mich abfärben lassen? Ach und nochwas: Welcher Rapper möchte schon, dass man seine Tracks mitpfeifen kann? Marteria!

 

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