Rezension: Makthaverskan

Schweden kann mehr als ABBA: starkes Post-Punk-Album „III“ von Makthaverskan

Makthaverskan neues Album "III"

Makthaverskan neues Album „III“

Äußerst mitreissendes Werk der Göteborger Band Makthaverskan. Das meint Wolfgang Baustian dazu:

Das Schweden mehr als Pop à la ABBA zu bieten haben, beweisen die Post-Punk-Band Makthaverskan aus Göteborg. Konnte das quirlige Quartett bereits 2013 mit „No Mercy“ einen echten Erfolg für sich verbuchen, schieben sie mit „III“ das (man glaubt es kaum) dritte Album in den Verkaufsraum. Dabei haben sie wirklich nichts von ihrer scheinbar grenzenlosen Energie verloren.

Allen voran Frontfrau Maja Milners, deren Stimme über allen Stücken zu dominieren vermag. Allerdings fällt es mir schwer ihre Stimme zu beschreiben … bissig, jammernd, schrill, energetisch. Letztlich erwische ich mich immer wieder dabei, dass mir Bilder von Manga-Figuren in den Kopf ploppen. Für mich scheint die Musik von Makthaverskan wie dafür gemacht zu sein.

Vielleicht liegt es aber auch an diesen verdammt jungen Charme, den die Band an den Tag legt. Makthaverskan, deren Mitglieder sich gerade scheinbar durch ihre Mitt- und Spät-20er kämpfen, fassen dazu im Song „Days Turn Into Years“ die biologische Veränderungen zusammen, in dem Maja Milner zu beschreiben versucht, wie sich Zeit in dem Alter anfühlt und von ihnen verinnerlicht wird. Gut, ich als oller 50er kann darüber nur müde lächeln – aber nachvollziehen kann ich es dennoch, war ich schließlich ebenfalls mal in dem Alter.

Makthaverskan - Pressefoto by Tobias Bauer

Makthaverskan – Pressefoto by Tobias Bauer

Aber der Mix den uns Makthaverskan präsentiert, ist schon cool. Einerseits Post-Punk, mit all seinen Stilmitteln, die auch schon in den 80ern gezogen haben, gekonnt arrangiert mit modernen Pop- sowie Rock- und Gothix-Elementen, ergeben einen mitreissenden MIx, der von Energie nur so sprüht. Dabei gelingt es Maja Milners mit ihrer Stimme fast aus jedem Song locker eine Hymne zu gestalten.

Und was bleibt? Das „III“ einfach eine echt coole Scheibe ist. Singen sich die vier jungen Schweden das Herz von der Seele, wirkt es angesichts der allgegenwärtigen Frische der 10 Tracks so herrlich unverkrampft, dass man selbst selbst gar nichts anders kann, als munter drauf zu kommen. Und wer´s nicht glaubt, soll hier gleich mit einsteigen.

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