Killerpilze Interview

Killerpilze Interview „So viel Medien-Zuspruch hatten wir noch nie.“

Killerpilze im Interview

Killerpilze im Interview

Die Killerpilze kommen auf Tour. Das Soundkartell präsentiert die Tour und hat die Jungs im Interview für Euch.

Ab dem 27. Oktober geht sie los, die große Tour der Killerpilze. Es wird Zeit für sie die Club-Landschaft in Deutschland zu bespielen. Aber es ist auch Zeit, dass wir ein paar Fragen klären, bevor die Band auf Tour geht. Das Soundkartell hat der Band einige wichtige Fragen gestellt.

Soundkartell: Ab Anfang November seid ihr gute 6 Wochen auf Tour. Was muss unter dem Strich stehen, damit ihr sagt: “Yeah, das war eine geile und erfolgreiche Tour!”?

Jo: Natürlich zählt für uns vor allem, dass wir jeden Abend vor möglichst vielen glücklichen Leuten spielen können und dem Ruf, eine krasse Liveband zu sein, gerecht werden. Unser erster Tourteil im Frühjahr war nahezu komplett ausverkauft, das war ein Wahnsinnsgefühl und eine schöne Bestätigung für unsere Arbeit. Abgesehen davon freuen wir uns einfach in vielen Orten zu sein, wo wir noch nie oder schon sehr lange nicht mehr waren.
Mäx: Wir möchten, dass die Leute von unserem Konzert nach Hause gehen und sich schwören, dass sie wieder dabei sein werden.

Ganz ehrlich: Wie sehr nervt Euch die Geschichte mit dem Neustart und allem, was da seit Frühjahr 2016 bis hierher dran hing?

Jo: Wir finden es äußerst nice, dass sich die Leute jetzt mit einem neuen Bild der Killerpilze beschäftigen und der neue Sound und die Entwicklung auch gesehen bzw. gehört wird. Aber wir haben uns im Vorfeld der neuen Platte auch nicht mehr so verkopft. Wir wollten einfach was Geiles machen, was in Deutschland produktionstechnisch, inhaltlich und soundmäßig oben mitspielen kann und dennoch eigen ist.
Fabi: So viel Medien-Zuspruch und auch positives Feedback von außen hatten wir noch nie und das zeigt, dass wir mit der Entscheidung, einfach unseren Weg zu gehen und bei dem Namen zu bleiben, richtig gelegen haben.

Inwiefern war dieser Wandel denn auch mit Ansage? Ich meine ihr seid jetzt gerade Mal Mitte Zwanzig. Das ist so gesehen noch kein Alter.

Mäx: Ne, das ist überhaupt kein Alter. Andere Bands gründen sich in dem Alter oder spielen seit 1-2 Jahren zusammen, wir stehen nun seit fast 15 Jahren auf der Bühne und fühlen uns alles andere als alt. Ganz im Gegenteil: dieses Jahr, das neue Album, die Festival-Saison und was sonst noch alles ansteht gibt richtig viel Frische.
Jo: Natürlich überlegt man sich als Künstler vor einem Album immer, inwieweit etwas „mit Ansage“ passieren soll, aber wie schon erwähnt, waren wir bei der Produktion sehr locker, haben uns Zeit gelassen und wussten, dass die Songs für sich sprechen. Da aber die Gesetze von Raum, Zeit und Musikbusiness für die Band „Killerpilze“ scheinbar eh nicht so gelten, kann man auch immer nicht viel planen, sondern einfach machen.
Fabi: Wir haben uns die Leute einfach auf einem anstrengenderen Weg erspielt, als ihn die meisten Bands gehen würden und hoffen natürlich, dass wir immer noch weitere Leute mit unserem Stuff begeistern können.

War der neue Release im Frühjahr für Euch auch dazu da, um gewisse Dinge wieder ins rechte Licht zu rücken und um mit Erfahrungen, die ihr zum Beispiel on Tour gemacht habt, aufzuräumen?

Jo: Falls Du damit meinst, ob wir Themen, die wir auf Tour erlebt haben in Songs gepackt haben, dann ja. Das Album sollte das HIGH in unserem Leben thematisieren, die gute Zeit. Da gehört das konstante Touren, die damit verbundenen Parties, aber auch Abhängen mit den Homies, Liebe, Sex und Leben dazu. Aber wir haben sonst nicht mehr das Gefühl, mit irgendetwas aufräumen zu müssen. Wir fühlen uns sehr wohl in unserer Haut und ich glaube, die Leute wissen, dass sie uns wieder auf dem Zettel haben müssen.
Killerpilze im Interview

Killerpilze im Interview

Was hat sich live bei Euch bei der Umsetzung der Songs seitdem verändert? Und was werden wir auf Tour davon konkret schon zu sehen bekommen?

Mäx: Natürlich haben sich die Songs über die Festival-Saison schon sehr eingespielt und man beginnt jetzt schon wieder mehr, die Strukturen aufzubrechen und zu improvisieren. Wir wollen, dass unser Live-Set immer lebendig bleibt. Sowohl für uns, als auch für Leute, die schon öfter auf Shows waren.
Fabi: Wir werden auf Tour nahezu alle Songs des neuen Albums spielen, was so bisher noch nie in unserer Karriere so war und bringen all das als Trio auf die Bühne. Das knallt, funkt und lässt genug Raum für Ausprobieren.

Außerhalb Eures Bandprojekts Killerpilze, seid ihr beruflich ja noch sehr aktiv. Wie viel geht da auf halber Strecke an kreativem Output für die Band verloren?

Jo: Eigentlich gar nichts, ganz im Gegenteil: es bringt wahnsinnig viel Input ein, der uns begeistern kann. Wir sind eine Band, die sich schnell selbst langweilt und deshalb testen wir immer neue Grenzen aus. So auch in der Musik. Da stößt alles, was von außen kommt, neue Türen auf.
Fabi: Außerdem waren wir schon immer Typen, die gerne viel machen. Still rumsitzen ist eher nichts für uns und wir sind mit dem Kopf immer schon ein paar Schritte weiter.

Das ist schon paradox. Auf der einen Seite ist das Leben so viel schneller. Trends kommen und gehen. Aber ein Image bleibt. Was war für Euch schließlich so in der Retroperspektive das größte Ruder, das ihr rumreißen musstet?

Jo: Ich würde die Frage gerne zweigeteilt beantworten. Zum Einen gehört es natürlich zu unserem Image, dass wir auch einmal eine Teenie-Band waren, die in der Bravo stattgefunden hat. Aber dafür schämen wir uns ja nicht, sondern finden es großartig, dass wir unglaublich vielen Leuten ein Begriff sind, die sich jetzt zwangsläufig mit ihrem Bild von uns damals auseinandersetzen müssen. Das fällt vielen schwer, weil sie gar nicht glauben können, dass wir so aussehen, klingen und solche Shows spielen. Aber wir überraschen immer. Zum Anderen hat sich unser Image über die letzten Jahre auch so verändert, dass wir ein Symbol für eine Band geworden sind, „die nach ihren eigenen Gesetzen spielt“. Eine Ex-Teenieband, die bei allen großen Festivals spielt, dort bejubelt wird und nun sogar Platten macht, die von Kritikern gefeiert werden. Das gab’s noch nie. Wir sind eine echte Band und echte Freunde seit fast 15 Jahren. Etwas Seltenes in einem Musikbusiness, wo Laptop-Produzenten, Stars und Sternchen, Hypes und It-Bands kommen und gehen. Deshalb geben wir vielen Leuten auch so viel.
Fabi: Und wir wissen, dass es da draußen noch unzählige Leute gibt, die wir durch Shows und Platten abholen müssen. Das hält uns hungrig.

12 Spielstätten stehen jetzt auf dem Plan. 3 Gründe warum das jetzt keine Tour der reinen Routinen und langweiligen Tour­-Abläufe wird und ihr in der Zeit immer noch offen für Neues seid.

Mäx: Ich korrigiere: 25 Daten stehen auf dem Plan. Alleine, dass es so viele Shows sind, wird es etwas Neues, weil wir von Ende September bis Mitte Dezember quasi durchgehend unterwegs sind. Aber klar, die neuen Songs bringen viel Fun.
Fabi:…außerdem überlegen wir schon fieberhaft, was das neue Tourgetränk wird. Jack-Cola war lange, aber irgendwie stehen wir derzeit auch sehr auf Weißwein.
Jo: Wir werden auf dieser Tour schon wieder das HIGH-Life genießen. Mit der Platte haben wir ein Feuer angemacht, jetzt lassen wir es lodern.

 

Alle Infos zur Tour gibt es hier!

 

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