In Golden Tears – Die nächste große Indiehoffnung aus Hamburg

In Golden Tears

In den letzten Monaten und Jahren hat man die deutsche Musikszene mit all ihren Newcomern so sehr gefeiert, weil sie Bands wie Kraftklub oder Casper hervorgebracht hat.

© Jan David Günther

Immer wieder werden in letzter Zeit Bands als die neue Hoffnung für ein bestimmtes Genre gepusht. Doch wie verhält es sich mit einer Band, die schon groß durch England getourt ist, und letztes Jahr auch Deutschland landesweit bespielt hat, ohne dabei ein ganzes Album eingespielt zu haben? Wie kann man denn dann Konzerthallen füllen und vor allem wie hoch muss denn dann der Druck sein, ein sehr gutes Debüt abzuliefern? In Golden Tears hat genau all das hinter sich und steht nun vor dem großen Wurf für ihr Erstlingswerk.

Hamburg war schon immer ein recht kreatives Pflaster für Musiker, ganz egal auf welches Genre man sich dabei bezieht. In Golden Tears kommt ebenfalls aus Hamburg und setzt sich aus Patrick H. Kowalewski (Vocals, Guitar), Mats Dörband (Bass), Patrick Behrens (Vocals, Guitar), Robin Shaw (Drums) und Max Schild (Keyboard, Synthesizer) zusammen.

Der Weg, den die Jungs gehen sollen und werden ist eigentlich schon klar vorgegeben: ganz nach oben! Eigentlich fast alle Musikmagazine, Radiostationen und Blogs versprechen sich von In Golden Tears die große Nachwuchsband für Deutschland zu sein. Damit setzen sie die Band natürlich gehörig unter Druck, aber sie verstehen es, diesen Druck in gute Musik umzumünzen und vor allem lassen sie sich davon nicht beirren.

Alles begann 2011 mit ihrer ersten Single „Urban Emotions“, worauf sie gleich eine Headliner-Tour durch England spielten. Zehn Tage war man damals unterwegs und hat Städte wie London oder Southhampton bespielt. Das sind Erfahrungen für eine Band wie In Golden Tears, die man sonst erst mit ein oder zwei veröffentlichten Alben erlebt. Doch die Jungs aus Hamburg durften sich schon ohne jede größere Veröffentlichung auf diesen Bühnen austoben.

Im April diesen Jahres haben In Golden Tears dann nun mit „Underneath the Balance“ ihre zweite Single veröffentlicht, diese erschien bei Humming Records / Rough Trade. Zwei Singles gibt es also nun von In Golden Tears, und ihr Debütalbum wird noch dieses Jahr erscheinen. Der Druck auf diesem Werk scheint bei all den Lobeshymnen recht hoch zu sein, doch warum sollten sie mit diesem nicht umgehen können?

Die Aufnahmen sind jedenfalls in professionellen Studios wie dem Clouds Hill Studio eingespielt worden. Diese Hürde haben In Golden Tears schon mal locker und leicht genommen und ist eine der Grundvoraussetzungen, dass ihnen das Debüt gelingt.

Was erwartet man nun, wenn man die erste Single „Urban Emotions“ abspielen lässt? Sie hat zunächst einmal fast schon Überlänge, und in den ersten 40 Sekunden passiert noch nicht viel, bis dann Patricks Stimme einsetzt. Sofort wird man von deren Wucht fast schon erschlagen, eine gewaltige Stimme bahnt sich dort ihren Weg. Bald schon setzt auch eine wummernde Bassline ein und mit „beautiful landscape so are you,urban emotions let me to you…“ hört man zum ersten Mal beide Vocals harmonieren. Und später gesellt sich sogar eine weibliche Stimme hinzu. Ganz langsam, irgendwie wie ein Nebelschwader der noch über einer Stadt hängt und dann im Laufe des Tages mit den ersten Sonnenstrahlen verschwindet, so bauen In Golden Tears „Urban Emotions“ auf. Sehr unaufgeregt wirkt das, und vor allem wirklich wie eine erfahrene Band von der Insel. Fast schon gläsern hören sich die Gitarrenriffs an, ähnlich wie bei den Foals oder auch Interpol. Vor allem die schallenden und hallenden Schlagzeugsounds verleihen der Musik ihre so unverwechselbare Anmutung.

Ab sofort würde man jeden In Golden Tears Song allein an der Stimme und ihrem Grundgerüst erkennen.

Die zweite Single „Underneath the Balance“ wirkt dagegen deutlich aggressiver. Allein deswegen, da das Intro lauter und intensiver gestaltet ist. Schon früh setzen die Gitarren und ein treibender Schlagzeugbeat ein. Neben der nun einsetzenden Stimme fällt vor allem der Bass auf. Das Bassriff ist so markant, dass es fast schon so wirkt, als ob dieser alle anderen Instrumente koordiniert.

Spätestens wenn man den Refrain das erste Mal gehört hat, hat man von „Underneath the Balance“ einen Ohrwurm im Kopf. Man merkt auch hier, wie facettenreich und detailgetreu hier an den Tracks gearbeitet wurde. Alle Einsätze stimmen und die Songs wirken allesamt in ihrer Form perfekt.

In Golden Tears hat schon viel hinter sich gelassen und auch schon etliches erreicht, doch vor ihnen steht, so viel ist sicher, eigentlich noch mehr! Spätestens dann, wenn ihr Debütalbum erscheinen wird, wird man sie wieder auf unsäglich vielen Bühnen antreffen. Bei all den bisherigen Newcomer Bands, die es in Deutschland in den letzten Jahren nach oben gespült hat, ist In Golden Tears eine wahre Kostbarkeit, von der man sich noch viel erwartet.

Wann das Album erscheint steht allerdings noch nicht fest, bis dahin muss man sich wohl oder übel noch gedulden und wird die beiden Track „Urban emotions“ und „Underneath the Balance“ in Dauerschleife hören.

Wer sich bezüglich ihres Debütalbums auf dem Laufenden halten will kommt hier auf ihre Homepage: http://www.ingoldentears.com/

Und um einer der ersten zu sein, der ihnen auch auf Facebook folgt kommt ihr hier auf ihre Fanseite: http://www.facebook.com/ingoldentears?ref=ts

Zu guter letzt gibt es jetzt noch mit „Underneath the Balance“ die aktuelle Single von In Golden Tears:

[soundcloud]http://soundcloud.com/ingoldentears/underneath-the-balance[/soundcloud]

 

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