Im Plausch mit JEREMIAS

JEREMIAS im Interview

Jeremias im Interview

Jeremias im Interview

Von links nach rechts: Olli, Ben, Jeremias, Jonas & Nele

Vier Spatzen und moi, alle Anfang 20, in der Blütezeit ihres Lebens. Liebe Funk-Gemeinde, Musikliebhaber, Indie-Girls und Boys – heute wollen wir Euch eine fantastische Band vorstellen, die nicht weniger sweet ist als ihr Frontmann, nach dem sie benannt ist: Jeremias! Ein Name, den ich zuvor noch nie gehört habe, doch neuerdings immer öfter auftaucht, sich in meine Spotify Listen schleicht und mir hier und dort bei dem ein oder anderen Festival über die Füßchen stolpert. So oft, dass ich sie an einem lauen Sommerwochenende beim Jenseits von Millionen Festival ins Auto gestopft habe und fast mit nach Hause genommen hätte, hehe… Doch das ist eine andere Geschichte. Beginnen wir beim Anfang, dem ersten Kennenlernen und Anbeginn einer wunderbaren Freundschaft! 

Am heißesten Tag des Jahres stiefelte ich mit den Vieren durch die Sternschanze in Hamburg, wir holten uns das ein und andere isotonische Kaltgetränk, machten ’nen Abstecher beim Falafel-Mann und verendeten aufgrund nicht vorhandener Kondition im Schanzenpark. Die Tatsache, dass wir alle süße 20, teilweise sogar jünger sind, brach das Eis und schwupp, verwandelte sich die Atmosphäre eines semi-professionell-seriös geführten Interviews in gemütliches Cornern mit Amigos!

Man könnte davon ausgehen, dass es sich bei Jeremias um vier Freunde aus der frühsten Kindheit handelt, so klassische Sandkasten-Kameraden, die dann später mit Einbruch der Pubertät Mädels beeindrucken wollten und im Umkehrschluss ’ne Schülerband gründeten – die Vier sind’n eingespieltes Team, das nicht besser funktionieren könnte. Aber ne, das wär‘ ja viel zu schön! Im Folgenden werdet Ihr keine 08/15 abgedroschene Liebesgeschichte einer 08/15 abgedroschenen Indie Band hören, nein nein… Das alles ist viel trockener, viel pragmatischer, viel ehrlicher!

Angefangen hat alles in dem kleinen, feinen Hannover. Dort, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, hat man sich über zig Ecken und Freunde von Freundes Freunden kennen- und lieben gelernt. Eine Exfreundin hatte Jonas empfohlen, ein wiederum anderer Freund den Ben… und so nahm die Geschichte ihren Lauf! Offiziell funktionieren die Vier nun seit 2018 als Power-Couple. Alles über Ecken, relativ unspektakulär, wie ein wilder Eintopf, bei dem man nach etlichen Abschmecken merkt, dass da irgendwie doch noch was fehlt. „Wir haben gesagt, so. Jetzt brauchen wir einen Schlagzeuger, nun einen Bassisten und dann waren wir zu zweit, zu dritt, zu viert.“, so Jeremias. 

Dass sich die Vier dann tatsächlich so gut verstehen würden, hat wohl niemand ahnen können! Neben dem ganzen Charme, den die Jungs so versprühen, kommt noch ’ne gewaltige Portion Witz und Humor oben drauf:

Jeremias: „Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Witze selbst zu erfinden. Und ich hab‘ jetzt so ’ne Seite und hab‘ da so ein paar Witze.“

Ben: „Erzähl doch mal“

Jeremias: „Nein nein nein, die sind alle nicht gut…Aber ein so ein Witz wäre: Was tankt dein Bullide? Diesel. Und Deiner? Zoppa! Oder die Einbahnstraße – und Zweibahnstrasse… Na gut, Du (Nele) musst jetzt natürlich lachen, aber – wenn das so aus dem nichts kommt – haust du dich weg. Versprochen.“

Eigentlich will man die Vier die ganze Zeit nur knuddeln. Die Jungs versprühen so viel Energie, sind ausschließlich gut gelaunt und ’ne Stunde mit ihnen fühlt sich an wie viel zu kurze zehn Minütchen, schluchz, triefz. Denkt man nun 5 Jahre zurück, kannten sich die Jungs noch gar nicht! Da waren sie 13 und mit sich, der Welt und sämtlichen Hormonen überfordert. Doch auch hier sei anzumerken, dass alle bereits mit der Musik zu tun hatten! Jonas wollte immer Rockstar werden und war dementsprechend damals schon Teil einer Band. Für Ben war das das einzige Jahr, in dem er mal keine Musik gemacht hatte und ’ne Beziehungspause mit ihr eingelegt hatte… Klassische Gitarre fand er von heut auf morgen doof und is‘ dann nach einem Jährchen Abstand beim Bass kleben geblieben – das Ergebnis: Vier Freunde, die auf der Bühne alle so wirken, als hätten sie nie etwas anderes gemacht! 

Auf die Frage, inwieweit die Jungs der Meinung sind, dass sie sich im Laufe des letzten Jahres musikalisch weiterentwickelt hätten, antwortet Jeremias: „Ich denke, wir haben mehr denn je unseren Sound gefunden, das kann man glaube so sagen… Ist ja immer eine mega Floskel und super pathetisch irgendwie, aber wir wissen, wie wir klingen und wissen, was wir brauchen und kennen inzwischen die Rezepte viel besser.“

Nicht ganz unschuldig daran sind all die großartigen Menschen, die sie auf ihrem Weg begleiten. Da wäre zum Beispiel Tim Tautorat (einer der großartigsten Produzenten weit und breit), der zusammen mit den Jungs an fünf ihrer Songs bastelte – und nicht nur mit Jeremias, sondern eben auch schon mit AnnenMayKantereit, OkKid und Faber… Für die Vier eine unfassbar große Ehre! 

Nele: „Neben Tim Tautorat; mit welch anderen Personen würdet Ihr gerne mal zusammenarbeiten?“

Jeremias: „Definitiv mit Parcels, mit Daft Punk (…) Textlich gesehen voll gern mit Clueso, mit Faber, mit den Rooks…. Oh, ich würde gern mal was mit den Giant Rooks machen! Die spielen auch mit uns auf dem Watt en Schlick.“

Keinen Monat hat’s gedauert, da waren sie im Vorprogramm von den Rooks in Tübigen.
Dies zeigt nur, dass bei den Vieren viel passiert und vor allem noch passieren wird – ganz einfach, weil die Jungs wissen, was sie können, wissen, was sie wollen und bereit sind, 110% und all ihr Herzblut in ihre Musik zu stecken! Das Schöne: Jeremias sind noch so unfassbar jung und haben alle Zeit der Welt! Apropos Zeit – eine Sache, die die vier sehr bewegt, vor allem im Zusammenhang mit der Frage: Wo werden sie später mal landen? 

Jeremias: „Ich werde in ein paar Wochen 19 und was ich interessant finde ist natürlich auch das, was einmal sein wird, aber so generell dieses Konstrukt Zeit irgendwie zu fassen. Jetzt ist ein Jahr herum und da steht eine andere Zahl… Was macht das mit einem?“

Jonas: „Wenn Du einen Job hast oder eine Ausbildung machst, dann sitzt Du in Deinem Büro für die nächsten Jahrzehnte. Und bei uns ist das eben so, dass es in jede Richtung gehen kann. Das ist natürlich auch gefährlich, weil man da schnell in ein Muster verfällt. Ich meine klar, wir alle finden das mega gut, aber man ist wirklich 24/7 nur da drin.“

Olli: „Das ist aber auch das Geile an einer Band, Du hast immer noch Dein Rückrad. Du hast vier krasse Charaktere und es ist mega wichtig, dass die einen die anderen haben. Ich würde jetzt nie auf die Idee kommen, nichts zu tun, weil ich wüsste, dass die anderen unfassbar Bock haben… Also man ist abhängig voneinander, was unheimlich stützt und auf der anderen Seite auch pusht.“

Ziel bis 2025 ist, auf Festivals wie dem Dockville, dem Hurricane oder die Bühnen des Southsides zu spielen, eine weitere schöne Platte zu machen und „einfach einmal richtig dieses Muckerleben auszukosten“, so Jeremias und fügt hinzu: „Na allein heute, guck mal, um 11 Uhr hatten wir dieses Livestream Ding in der B-Lage, dann waren wir noch bei Community, einer Promo Agentur, dann bei Dir, dann spielen wir heute Abend noch eine Show, morgen geht’s wieder weiter… Ey, das ist so geil! Wie viele Leute wir allein heute getroffen haben, das ist übertrieben schön. Und es ist toll, auch einfach mal aus dem Alltag herauszukommen.“ 

Kurzum: Wir sind verliebt! Und überzeugt, dass es nur noch ’ne Frage der Zeit ist, bis wir sie neben den ganz Großen auf der Bühne herumspringen sehen werden, hihi.

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