Finn Anderson

Ohne Gitarre –  Songwriter Finn Anderson

Finn Anderson beim Soundkartell; Fotocredit: Ashleigh Mustard Photography

Finn Anderson beim Soundkartell; Fotocredit: Ashleigh Mustard Photography

Heute geht es in das schottische Städtchen Fife. Das Soundkartell stellt Euch den Singer-Songwriter Finn Anderson im Review vor. Damit starten wir in die Woche!

Kann man schöner in die Woche starten als mit dieser Stimme? Finn Anderson hat eine glasklare und richtig gute Stimme. Er muss gar nicht absichtlich in die Höhe damit gehen oder besonders tief singen. Sie ist auf einem angenehmen mittleren Niveau und versprüht unglaublich große Wärme.

Es war kurz nach Weihnachten im letzten Jahr, als der Schotte seinen neuen Track “Hitchcock” rausgebracht hatte. Der Song beginnt ganz gediegen und steigert sich ziemlich genau in der Mitte des Songs, während ihn ständig ein Klavier begleitet. Mehr braucht es da auch gar nicht, bis dann Bläser und Streicher einsetzen. Damit beweist Finn Anderson, dass er nicht der 0815 Songwriter ist. Es braucht keine Gitarre, wie das sonst in 1000 Fällen der Fall ist. Finn ist ein Kreativer. Wenn er nicht an Songs schreibt, ist er auch im Theater aktiv. Mit 14 Jahren hat er es sich dabei schon selbst finanziert, erste Songs aufzunehmen. Mit 16 hatte er schon zwei EP rausgebracht. Da war der Weg klar: Er musste Musik studieren und dazu blieb er seiner Heimat treu. Es ging für ihn nicht ins hippe London, sondern es blieb für ihn Schottland.

Das Klavierspielen hat er sich erstaunlicherweise selbst beigebracht und so hat Finn Anderson die Gabe, sein Songwriting ziemlich dramatisch und auch dramaturgisch aufzubauen. Wie im Theater eben. Mittlerweile hat der Schotte zwei Musicals geschrieben und auch dirigiert. So geht er diesen Weg so selbstverständlich weiter, wie er ihn vor gut zehn Jahren eingeschlagen hat. Dabei ist er immer noch blutjung, hat aber ein wahnsinnig großes Repertoire an Erfahrung. Das verleiht seiner Musik eine gewisse Professionalität und Genialität, wie wir es sonst kaum gewohnt sind. Eine wunderbare Neuentdeckung!

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