Feature: Simen Lyngroth

Simen Lyngroth Album Feature und Interview

Simen Lyngroth Album Release Feature und Interview

Leider ist es mit der eigenen Sinnsuche nicht immer ganz so einfach. Es ist nicht damit getan sich zu überlegen, was man denn gerne als nächstes tun möchte oder wie man die nächsten Wochen oder Tage verbringen möchte. Es sitzt tiefer. Das eigene Ich ist eben nicht mal eben entdeckt. Es geht oftmals auch um das wie und wie wir unser eigenes Ich erstmal erreichen können. Ein Thema, dem sich natürlich viele Life-Coaches annehmen und dafür gut Geld verlangen. Wir könnten aber auch für einen Moment Musikern zuhören. Einem wie dem Norweger Simen Lyngroth. Denn am 03. April erschien mit “Looking for the spark like it’s just around the corner” das zweite Album und es beschäftigt sich mit eben genau jener Thematik: Der Suche nach dem eigenen Ich.

In den Songs thematisiert der Norweger alles rundum diese Suche. Einer eher anstrengenden Suche, vor der man sich verschließen, der man aber auch offen und neugierig gegenübertreten kann. Simen singt dabei jetzt nicht einfach drauf los und singt über vergangene Liebschaften, Verluste oder Schmerz. Nein, es ist alles wohl sortiert und konzipiert: Die Songs auf dem Album erzählen eine zusammenhängende Geschichte, die in Zusammenarbeit mit der New Yorker Schriftstellerin Celia Pain und dem norwegischen Illustrator Thomas Emil Jacobsen entstanden sind. Man kann die Musik hören, die (Kurz-)Geschichten lesen und die Illustrationen im Booklet betrachten. Ein kleines spartenübergreifendes Kunstwerk. Das ist eine wirklich umwerfende Idee! Liebevoll die Umsetzung und musikalisch brillant das Gesamtwerk.

So lohnt es sich die Songs ein erstes Mal in der Reihenfolge anzuhören, wie sie eben von Simen angeordnet wurden. Electro-Pop trifft auf zappelnde Indie-Melodien und über allem schwebt die unaufgeregte Stimme von Simen Lyngroth. Ich finde es erstaunlich wie die Songs konzipiert wurden. Auf der einen Seite behandelt er ein furchtbar ernstes und teils auch entscheidendes Thema. Andererseits wandelt er all diese Energie um in beschwingt, beseelte Melodien. Ehe die aufgebaute Euphorie von “Morning Light” durch einen langsameren, und in sich gekehrten Track beendet wird. Hier fällt mir auch an den Vocals und den detaillierten Einsätzen der Gitarre die wirklich gut gelungene Produktion auf. Simen ist mit seiner Stimme sehr nah am Zuhörer dran und bewirkt dadurch, dass ich auf seiner Reise und der Suche nach sich selbst mitfiebere.

Your new album is about finding yourself. What can you give us as a listener when we are dealing with ourselves for the first time in our lives? What do we have to pay attention to?

Simen Lingroth: For me the album title, Looking for the spark like it’s just around the corner, refers to being trapped in the future. As if you’re finding yourself in a daydream, and realizing that you’re forgetting to pay attention to what’s now. This also makes me think about the carrot-and-stick metaphor: as if what we long for is just around the corner, but still way out of reach. The album consists of 10 songs, and tells a story in which the main character embarks on a journey in search for «the spark». I think this is a very relatable scenario. In the end we are all longing for something! In my opinion we all have to get out of our heads, and start appreciating what’s now.

Your songs are all connected and tell a story. How important was it to you during production that there was this common thread and what should it do for the listeners?

Simen Lingroth: During production we worked specifically to merge the music and the story. This also allowed us to let the songs differ from one another in terms of arrangements and character. The storyline was the most important part of the album. Therefore some of the songs became electro-rock tracks, while others are played on an acoustic guitar! I worked together with NY writer Celia Pain and the Norwegian illustrator LOBOTOM at this production. This resulted in text, music and drawings. I really hope the listeners want to dive into this modern fairy tale world, and that they will appreciate that this is more of a concept than songs randomly put together.

What could or may be the most wonderful moment in the search for your own self?

Simen Lingroth: This is a very big question! I’m very inspired by Eckhart Tolle, and I believe the answer to this question is to start living in the now. Stop longing for what’s to come, and listen to the bird song!

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