Elektro-Pop: Annagemina – Über Lachflashs und das Unterbewusstsein

Elektro-Pop: Annagemina – Über Lachflashs und das Unterbewusstsein

Das Duo Annagemina im Porträt; Credit: Adriana Kovacs

Das Duo Annagemina im Porträt; Credit: Adriana Kovacs

Heute wollen wir euch wie bereits letzte Woche in der Soundkartell-Sendung angeklungen das Duo Annagemina aus Stuttgart vorstellen. Das nun dritte Album “III” erschien vor etwas mehr als einer Woche. Wie es klingt und wer sich hinter der Formation verbirgt klären wir jetzt auf.

Alles beginnt mit einem übersteuert wirkenden Bass. Einige Sekunden lang bahnt sich dieser den Weg bis Annas Stimme zauberhaft einsetzt. Nach und nach kommen Synthesizer hinzu, und es beginnt im Hintergrund zu flirren und zu gluckern. Der Opener “Let Go” lässt sich Zeit. Die hat er und nutzt er. Reizt sie aus und wirkt wie ein Motor eines Raumshuttles, welches uns nun mitnimmt in die glitzernde und flunkernde Welt von Annagemina aus Stuttgart.

Ein vielversprechender Beginn. Einer der schon zugleich viel in die Waagschale wirft. Fast sechs Minuten lang geht unsere erste Fahrt mit Annagemina und es ist eine aufregende Reise auf der wir uns dort befinden. Als dritten Teil einer Exkursion können wir “III” begreifen, denn so ist jene Platte die dritte Veröffentlichung nach “Uwaga!” im Jahr 2010 und “Realise?” im Jahr 2012.

Der Sound ist kräftig und durch die Beats wirkt das alles wie ein fleischiges, muskulöses Organ. Wie ein Herz an dem operiert wird. Es pulsiert, schlägt mal schneller, mal kommt es zur Ruhe. Wichtig ist: es hört in den elf Titeln nie ganz auf zu schlagen. Titel “Head High” oder “Sympathy” sind grandiose Prachtstücke einfallsreichen Synthie-Pops.

Wir haben Annagemina zudem auch noch ein paar Fragen gestellt, um euch das Duo noch näher vorzustellen:

Soundkartell: In drei Sätzen: Wo kommt ihr her und wie hat alles angefangen?

Annagemina: “Wir sind eine Band aus Stuttgart. Angefangen haben wir 2009 in den Wagenhallen Stuttgart. Nach Annas einzigem Solokonzert kennengelernt.”

Soundkartell: Welche drei Gegenstände charakterisieren eure Musik am besten?

Annagemina: “Wir sind die schönste Band ohne Songstruktur.”

Soundkartell: Bier, Sekt oder Selters? bzw. Hot Dog oder Burger? bzw. Flens oder
Becks?

Annagemina: “Bier, Burger und Becks.”

Soundkartell: Nach was seid ihr süchtig?

Annagemina: “Bass, Michael Jackson`s „Thriller“, gelegentlich Nachos.”

Soundkartell: Drei Dinge, die ihr direkt nach dem Aufstehen macht.

Anngemina: “Kratzen, die Kinder beruhigen, Internet.”

Soundkartell: Welche Statussymbole sind euch wichtig?

Annagemina: “Zeit.”

Das Duo Annagemina im Porträt; Credit: Adriana Kovacs

Das Duo Annagemina im Porträt; Credit: Adriana Kovacs

Soundkartell: Ihr landet nach einem Schiffbruch auf einer einsamen Insel. Wer dürfte auf gar keinen Fall als Überlebender mit euch dort ankommen?

Annagemina: “Typen die deswegen rumjammern.”

Soundkartell: Welcher Song soll auf einer eurer Beerdigung gespielt werden?

Annagemina: “Das Benny Hill Thema.”

Soundkartell: Welche Talente würdet ihr am liebsten besitzen?

Annagemina: “Fliegen, beamen.”

Soundkartell: Was würdet ihr niemals auf der Bühne tun? Was ist euch schon passiert?

Annagemina: “1. &%§$ 2. Unkontrollierbarer Lachflash…”

Soundkartell: Auf welches Phänomen hättet ihr gerne endlich eine Antwort?

Annagemina: “Wie kontrolliere ich mein Unterbewusstsein?!”

Soundkartell: Euer größter Wunsch für die Zukunft.

Annagemina: “Zeit zum Musik machen.”

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