Dirty Heads

Dirty Heads Pop-Soul aus Los Angeles

Dirty Heads; Fotocredit: Dove Shore

Dirty Heads; Fotocredit: Dove Shore

Das Soundkartell stellt Euch heute das neue Album „Dirty Heads“ der Pop-Band Dirty Heads vor.

Es ist das fünfte und jetzt nun mal selbstbetitelte Studioalbum der Pop-Soul und HipHop Band Dirty Heads aus Los Angeles. Am 02. Dezember war es soweit und die fünfköpfige Band ist mit einem internationalen Album am Start. Herausgekommen sind 11 Tracks der Band, die allesamt voll ins Schema F der jungen Radiowellen auch hierzulande in Europa passen.

Das ist keineswegs böse gemeint. Aber ich war um ehrlich zu sein nicht sonderlich überrascht vom Sound. HipHop-Elemente, gerappte Lyrics, soulige Stimmen der Band und auch ein Groove, der eher auf ein Sommer-Album schließen lassen. Und das mitten im Dezember.

Über eine halbe Millionen Facebookfans, über 115 000 Follower auf Instagram und mehr als 62.000 Follower auf Twitter. Die Dirty Heads sind ein Phänomen dafür, dass die USA ein unfassbarer Markt für Pop- und HipHop Musik ist und dass Social Media dafür ein wahnsinnig wichtiges Instrument ist. Und wie ich finde dann doch ein guter Indikator, welche Base die Band in ihrer jeweiligen Heimat hat. In Deutschland sind die Dirty Heads noch nicht allzu bekannt. Das ist die andere Seite der Medaille.

Jetzt sind also 11 neue Tracks aus und teilweise mischen so wild die Stile durcheinander, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. „The Truth“ zum Beispiel oder der Opener „That’s All I Need“, hier tauchen Reggae Elemente auf und ein Groove, der so gar nicht zeitgemäß ist irgendwie. Aber sehr divers und variantenreich arrangiert. Wobei die aktuelle Single eine reine Hit-Single ist. Also für mich eine gute, die auch easy im Radio rauf und runter laufen könnte und sollte.

Mit der Musik muss ich erst zurechtkommen. Es klingt wie erwartet. Hier steht eine US-Amerikanische Band vor einem und noch dazu eine, die in ihrer Heimat äußerst erfolgreich ist. Ich finde das hört man einfach heraus und so geht ein wenig auch der Reiz der Musik an sich verloren. Wobei da natürlich 11 wirklich gut produzierte Songs herausgekommen sind. Da kannst du nicht meckern.

Interessanterweise waren Dirty Heads mal bei Sony. Da dem Label allerdings die Wartezeit für ihren nächsten zu lange gedauert hatte, musste es für die Band als Independent-Band weitergehen. Auf dem neuen Album behalten sie noch etliche ältere Einflüsse des Chill-Out Reggaes bei. Aber sie sind eben auch deutlich elektronischer. Vielen Kritikern fehlt dem Album ein gewisser roter Faden. Mal blitzen die alten Chill-Out Sounds auf, mal wird es wieder unruhiger. Da war sich die Band wohl nicht selbst im Klaren, wie das zu klingen hat.

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