Bosse

Bosse, tanz den „Engtanz“ mit mir!

Neues Album "Engtanz" von Bosse; Fotocredit: Benedikt Schnermann Vertigo Berlin

Neues Album „Engtanz“ von Bosse; Fotocredit: Benedikt Schnermann Vertigo Berlin

Heute erscheint mit „Engtanz“ das neue und sechste Studioalbum von Bosse. Das Soundkartell hat sich reingehört.

Mein Gott ist das schon lange her! Bald werden es exakt 5 Jahre, als ich damals vor dem 59:1 in München – das es ja gar nicht mehr gibt! – über egoFM den Songwriter Bosse zum Interview treffen durfte. Ich kann mich noch an den damaligen Kommentar vom Kollegen Kollmann erinnern, der ungefähr so ging: „Ja mei, der Bosse wird halt jetzt auch Mainstream. Energy spielt den ja auch schon!“ Die kleine Randnotiz: Dominik Kollmann moderiert mittlerweile bei Radio Energy München. Also nicht Bosse…

Damals waren alle noch ein klein bisschen empört. Wie kann ein Bosse Mainstream werden? Die Musik ist doch gar nicht massentauglich wie wir so unschön sagen. Aber doch Stand heute 2016, mit dem schmunzelnden Blick zurück zum Interview und dem anschließenden Live-Konzert, ist Bosse zwar nicht im Mainstream, dafür aber in der absoluten Aufmerksamkeitszone angekommen. Mein Gott wie das damals war mit Bosse. Da saß ich mit einer Redakteurin – glaube es war eine von M94.5 – auf einem Holzbalken und ich habe Bosse allerhand banaler Fragen gestellt. An die Fragen erinnere ich mich nicht mehr genau, aber an den Typen der da vor mir saß und stand. Ein bisschen zerstreut. Keinen Plan, was er damals eigentlich mit dem Begriff „Erfolg“ anfangen konnte.

Und jetzt: Zack haben wir es 2016 und sein sechstes Album kommt raus. Nach „Kraniche“, was ja ein Riesenerfolg war, folgt jetzt ein Album, das tatsächlich zum Tanz auffordert. Aber eher sich gegenseitig umschlungen. Nicht übertrieben, aber so, dass man sich schön gegenseitig wärmt. Bosse hat sich natürlich verändert. Damals war nicht klar, ob er überhaupt von der Musik leben kann. Jetzt ist klar: Sicher kann er das. Die letzten Jahren waren für ihn überaus erfolgreich. Vorher waren die Songs immer etwas trübe, also immer mit einem unglaublichen Hang zur Selbstreflektion, auch immer etwas Nachdenklich und so, am liebsten alles über den Haufen zu werfen und neu anzufangen. Heute? Ja heute ist er ein gestandener Songschreiber. Seine Texte und auch das Grundgefühl der Songs bestätigen das. Klar gibt es auch immer noch Grund genug Trübsal zu blasen. Aber Bosse geht es gut und wenn es ihm gut geht, dann wundert es auch nicht, dass er solche Songs schreibt. Unumwunden positiv angehaucht. Schöner Singer-Songwriter Pop. Kein Gewinsel, aber auch irgendwie etwas glatt.

Klar mit den Texten muss man klar kommen. Dem ein oder anderen mögen sie zu belanglos sein. Wobei ich mich auch frage was Reime wie „Das Glück ist schnell wie Aubameyang // Und ich ein dummer Elefant.“ Naja also klar der BVB-Spieler ist sehr schnell. Aber ich kann mir nicht erklären, wie man auf so einen Gedanken kommt. Vielleicht ist es ja aber auch gerade das: Durch die Texte ein Bild entstehen lassen. Da kann es auch mal passieren, dass wir eine gute Minute des Songs verpassen, weil wir über die eben getätigte Aussage nachdenken müssen. Manchmal wirken die Texte eben wie Floskeln. Mal eben so schnell Dahergesagtes. Aber es zeigt wie Bosse tickt. Er sucht nach Sinnbeispielen. Er will sich manche Dinge im Leben eben selbst erklären und der Zugang hierfür ist für ihn die Musik. Damit muss man leben oder man legt die Platte weg. Ich habe sie jedenfalls mal auf dem Schreibtisch liegen gelassen.

Mh also wenn Bosse schon die Parallele zum Fußball zieht, darf ich wohl sagen, dass Thees Uhlmann der Thomas Müller unter den deutschsprachigen Songwritern ist. Auf Platz 2 folgt dann erst mal mit größerem Abstand Aubameyang. Also Bosse du darfst dich was das betrifft noch hinten anstellen.

Ach ja mein Lieblingssong vom Album ist: „Krumme Symphonie“!

Bosse Engtanz Tour 2016:

29.02.2016, Mannheim, Capitol
01.03.2016, CH-Zürich, Exil
03.03.2016, München, Freiheizhalle (ausverkauft!)
04.03.2016, AT-Graz, PPC
05.03.2016, AT-Wien, Szene
07.03.2016, Nürnberg, Hirsch
08.03.2016, Karlsruhe, Substage
10.03.2016, Saarbrücken, Garage
11.03.2016, Mainz, Frankfurter Hof (ausverkauft!)
13.03.2016, Berlin, ASTRA Kulturhaus (ausverkauft!)
14.03.2016, Dresden, Reithalle Strasse E (ausverkauft!)
15.03.2016, Erfurt, Stadtgarten (ausverkauft!)
17.03.2016, Dortmund, FZW Freizeitzentrum West (ausverkauft!)
18.03.2016, Bremen, Schlachthof (ausverkauft!)
19.03.2016, Hamburg, Grosse Freiheit 36 (ausverkauft!)
20.08.2016, Braunschweig, Volksbank BraWo Bühne
24.11.2016, Offenbach, Stadthalle Offenbach
25.11.2016, Köln, E-Werk
26.11.2016, Münster, MCC Halle Münsterland
29.11.2016, Bremen, Pier 2
01.12.2016, München, Tonhalle
02.12.2016, Stuttgart, Liederhalle Beethovensaal
03.12.2016, Hannover, Swiss Life Hall
06.12.2016, Berlin, Columbiahalle
09.12.2016, Hamburg, Sporthalle

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