Nothing But Thieves

Die coolen Hunde aus UK – Nothing But Thieves Debüt

Nothing But Thieves releasen ihr Debütalbum; Fotocredit: Sony Music

Nothing But Thieves releasen ihr Debütalbum; Fotocredit: Sony Music

Heute ist offizieller Release des selbstbetitelten Albums von Nothing But Thieves. Das Soundkartell hat reingehört.

Physisch. Das hört sich immer medizinisch an. Ist es aber nicht. Heute ist endlich der offizielle physische Release des selbstbetitelten Albums von Nothing But Thieves. Das Album selbst habe ich schon seit Winter 2015 auf meinem iPod. Aber ich habe mich irgendwie geweigert davor schon eine Rezension zu schreiben. Physischer Release ist physischer Release, ist physischer Release. Ganz einfach. Das hat mich persönlich auch etwas sehr verwirrt muss ich sagen. Ganz nachvollziehen kann ich das ohnehin nicht, denn so wurde dem gesamten Release irgendwie der Drive genommen. Wirklich mitbekommen hat das keiner, dass das Album der britischen Band rauskam.

Aus Southend On Sea kommen die fünf Musiker und die hatte ich ja schon vor längerer Zeit mal mit ihrer ersten EP “Graveyard Whistling” vorgestellt. Damals hatte ich in dem Artikel geschrieben, dass sie Indie-Rock machen. Kaum war der Artikel raus, gab es Beschweden: Das wäre doch nie und nimmer Rock! Gut, so wie die damals rauskam, war das auch tatsächlich kein Rock. Aber das Album jetzt! Wenn das mal kein Indie-Rock ist, dann weiß ich auch nicht. Allein die ersten zwei Track brechen wie ein Schlagbohrer durch die Wand. Ohne große Rücksicht auf Verlust suchen sich “Excuse Me” und “Ban All The Music” ihre Wege. Grade beim zweiten Track ist das einfach nur krass, wie das Gitarrenriff alles niederreißt, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Umso heftiger ist der Schlussakkord, mit dem Song einfach stehen bleibt.

„Your love is a painkiller!“

Aber auch der darauffolgende Song “Wake Up Call” ist ein Track mit unermesslicher Indie-Rock Kraft. Wären Billy Talent bei ihrem erstnen Album in irgendeiner Weise cool gewesen, dann hätte die Band Nothing But Thieves geheißen. Wer mal auf einen Moment wartet, in dem sich alles beruhigt, der wird nicht fündig werden, denn das geht jetzt erstmal so weiter bis zum übernächsten Track “Itch”. Aber die Platte hat ja eh noch 12 Tracks vor sich. Was an sich sowieso auch sehr viel ist für eine Platte: 16 Tracks durchhaltend fulminant rockender Indie.

Bei “If I Get High” wird es mal ruhiger und alles legt sich. Wobei auch hier der Sänger Conor gut antreibt. Singen kann er ohnehin großartig. Die fünf Musiker aus Großbritannien sind ohnehin coole Hunde, wie man so schön sagt. Sie treiben ihre Songs auf eine emotionale Höhe, die schwindelerregend erscheint. Haben wir den Peak erreicht, scheuchen sie uns mit ihrem Gitarren-Gewitter wieder gen Abstieg. Das strengt an, geht andererseits aber gut ins Ohr. Wobei ich jeden verstehen kann, der Nothing But Thieves nicht im ruhigen Moment hören möchte. Gott sei Dank habe ich bis zum physischen Release gewartet. Das Album ist eine wahre Wucht. Ihr müsst das hören, wenn ihr das nicht eh schon über Spotify gemacht hab. Und Stand heute ist das Indie-Rock für mich. Aus, Basta.

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