Atomic Stereo: Debütalbum

Liebevoller Alternative-Indie

Atomic Stereo aus Österreich; Credit: Maximilian Maquez Lottmann

Atomic Stereo aus Österreich; Credit: Maximilian Maquez Lottmann

Am 18.10 erschien das neue Album “For The Ultimate And Immediate” der Band Atomic Stereo. Das Soundkartell hat sich reingehört und gleich erfahrt ihr wie es sich anhört.

Bereits im Jahr 2012 wurde das Album “For The Ultimate And Immediate” aufgenommen und in Steyr produziert. Daran mitgemischt hat unter anderem der Schlagzeuger der Band Bilderbuch. Insgesamt hatten mit ihm vier kreative Köpfe damit zu tun, das Album so zu produzieren, wie es jetzt seit dem 18.10 im Laden zu kaufen ist.

Legen wir mit “Silence” und “The Kosmonaut” die ersten Tracks der Band ein, so werden wir überfallartig mit Alternative und Pop Elementen bespielt. Zudem tummeln sich noch Postrock und Noise Einflüsse. Schnell wird klar, dass Atomic Stereo mit einer Energie ans Werk geht, die begeistert. Diese spiegelt sich auch in den Livedarbietungen wieder, die wir auf den Videokanälen bestaunen können. Gewissermaßen arbeitet die Band schon mit zahlreichen ausufernden Melodieverläufen. Dennoch besitzt jeder Song ein klares Gerüst, das sehr eingängig daher kommt. Um jenes Gerüst bauen und basteln die vier Musiker wie verrückt am Sound.

Atomic Stereo aus Österreich; Credit: Maximilian Maquez Lottmann

Atomic Stereo aus Österreich; Credit: Maximilian Maquez Lottmann

So sind Songs wie “Corridors” unglaublich vielfältig und gehen dennoch leichter als gedacht ins Ohr. Doch der Fokus liegt nicht nur auf den Soundkonstrukten, sondern sie rücken auch die Thematik der Sinnsuche, des allgemeinen Zweifels und der prinzipiellen und schlichten Hoffnung in den Vordergrund. Es geht um die Psyche und die Auswirkungen auf uns im Alltag und unsere Mitmenschen.

Begutachten wir die Vocals etwas näher fällt schon auf, dass der Alternative-Einschlag sehr präsent ist. Die Popelemente liefern hingegen die Gitarren, während das Schlagzeug sich dem Leadsänger anpasst und alle Tracks mit voller Hingebung nach vorne peitscht. “View From The Third Base” ist ein Paradebeispiel um die vielfältigen Einflüsse der Band zu beschreiben. Hier krachen die Gitarren mal nicht überwiegend, sondern es finden sich liebevollere Melodieverläufe wieder.

 

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In manchen Momenten mögen wir sogar von klassischer Rockmusik sprechen. Doch Atomic Stereo ist bis auf die Bandbesetzung mit einem Schlagzeug, zwei Gitarren und einem Bass alles andere als klassisch. Dazu ist ihr Sound zu experimentiell. Sie variieren wirklich wundervoll in ihren Harmonien und so taucht dann doch wie in “Hospital Lights” eine Banjoartige Gitarre auf.

 

 

Das Debüt der Österreicher ist ihnen überaus gut gelungen. Über das gesamte Album hinweg behalten sie ihren Stil bei und wirken dabei herrlich erfrischend. Es handelt sich dabei zwar nicht um den handelsüblichen Indie, aber wir werden in den zwölf Tracks von Atomic Stereo schnell warm auch wenn hier jemand nicht tagtäglich mit Alternative zu tun hat.

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