Aparde

Der Elektro-Klang-Künstler von Usedom: Album „Glass“ von Aparde

Aparde "Glass" Albumrezension

Aparde „Glass“ Albumrezension

Das Soundkartell präsentiert das Album von Aparde. Wolfgang Baustian hat genau hingehört:

Heuer dürft Ihr mal wieder ein feines Stück elektronischer Klangkunst aus Deutschland bestaunen. Aparde aka Paul Camillo Rachel hat mit dem Album „Glass“ eine Collage von Tönen, Melodien sowie samtigen Gesang auf 10 Tracks zusammengetragen. Allerdings bestehen die meisten der Songs bereits seit 2015. Doch nun nach finaler Bearbeitung haben sie endlich ihren Weg auf den Tonträger gefunden. Ist „Glass“ jetzt vielleicht nicht unbedingt das Partyalbum schlechthin, sondern will dabei eher als Konzeptwerk verstanden wissen.

Dabei nehmen einen die Tracks spontan mit auf ihrem Weg, lassen ihre atmosphärische Wirkung voll auf Dich wirken und wissen dennoch durch sanfte Beats Dich in einen ganz eigenen Rhythmus zu versetzen. Also, das hat schon etwas magisches an sich und hat mich auch im nu gepackt. Kann ich mir doch gut vorstellen, wieviel Zeit und Kreativität benötigt wird, um solch stimmige Soundgebilde kreieren zu können.

Das sind Tracks, mit denen ich gefühlt ewig in den Sonnenuntergang fahren kann. Das ist Entspannung sowie Bewegung in einem und hat schon fast etwas von Suchtcharakter. Es ist kaum die Neugierde auszuhalten, welche Töne einem beim nächsten Song erwarten. Ganz besonders möchte ich Euch dabei „Mouth (feat. Anne)“ ans Herz legen, welches durch die Stimme, seiner Harmonie und Sehnsucht fast wie ein Hörrausch für meine Ohren ist. Was für ein wunderschöner Track.

So reiht sich ein Track an den Anderen, die Minuten und Sekunden verstreichen, sphärische Klängen wechseln sich mit durchaus tanzbaren Beats ab, Techno und House klopfen an, aber das experimentelle Genie hält immer die Fäden in der Hand. Herrje, wie schön ist das denn. Bis, ja bis auch der letzte Ton verklungen ist. Lange, sehr lange hallen die Songs noch in meinem Kopf nach und hinterlassen eine verdammt gute Stimmung bei mir. High Five sag ich da nur, besser geht nicht.

 

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