Wait For June

Zweite EP „Coming Unstuck“ von Wait For June

Neue EP von Wait For June; Fotocredit: Herbert Ristl

Neue EP von Wait For June; Fotocredit: Herbert Ristl

Heute erscheint mit “Coming Unstuck” die zweite EP der hessischen Folk-Pop Band Wait For June. Das Soundkartell hat sich die Platte angehört.

Als ich die EP das erste Mal angehört hatte, war der erste Gedanke: So und jetzt fehlt nur noch der schottische Akzent in der Stimme von Manuel Sohn. Dann nämlich wären sie für mich auf einer Augenhöhe mit Frightened Rabbit oder Admiral Fallow. Es ist ja jetzt nicht so, dass man Manuel Sohn schlechtes Englisch singt. Nein, es würde einfach sehr gut passen. Es würde zu dem Sound, also ihren Folk-Pop, ihrem erdigen Gitarrenspiel und ihren Einsätzen von Klavier-, Banjo und leisen Glockspielen einfach wie die berühmte Faust auf’s Auge passen.

Ich erinnere mich genau an den Auftritt von Admiral Fallow im Herbst in München. Ich brauche nicht viel Vorstellungskraft, dass da auch Wait For June als Support auf der Bühne hätte stehen können. Dann hätten sie den Opener der EP “Letting Grow” oder auch den folgenden Titel “Faults & Imperfections” mit Inbrunst performed. Einerseits kreieren Wait For June auf ihrer neuen EP eine wirklich dichte sehr folky Stimmung. Sie ist druckvoll und das wird ihre Musik vor allem auch durch die kräftigen Vocals von Manuel Sohn. Das ist irgendwie typisch Folk und wirkt ungemein authentisch auf mich als Hörer. Wobei der Frontman ab und an aufpassen muss, dass die Stimme nicht zu gepresst aus ihm herauskommt.

Wait For June haben sich toll entwickelt. Seit ihrem Debüt und meinem Review hier im Januar haben sie nochmal einen Sprung gemacht. In letzter Zeit habe ich es gerade im Genre Folk-Pop und dem Großraum-Folk immer wieder mit Abklatsch-Bands von Mumford & Sons ihrer alten Tage zu tun gehabt. Hier harmonieren alle vier Musiker. Egal ob Banjo, die Vocals von Jule Jochem, ob Trompete oder Bratsche das funktioniert wie in einem Guss. Lediglich beim Design der EP bedienen sie zu sehr das Klischee. Es musste natürlich ein Maisfeld sein und das Cover der Platte selbst ist umgeben von Maiskörnern. Aber das ist mir bei den guten Folk-Pop Nummern auch glatt egal. Das regt mich eher an sofort Popcorn zu machen und das zu essen, während ich ihre Musik höre.

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