Spot-Festival Reisetagebuch Tag 03

Soundprobleme & peinlicher Singer-Songwriter

My Heart The Brave als einer der besten Acts des Festivals; Credit: Alina Felder

My Heart The Brave als einer der besten Acts des Festivals; Credit: Alina Felder

Die ersten Highlights waren gesehen und das Spot-Festival hat einen beeindruckenden Start hingelegt. Jetzt galt es diesen zu bestätigen. Das Soundkartell berichtet euch heute wieder exklusiv ob es das geschafft hat.

Generell war es nicht unser Ziel, das “Band-Hopping” unserer Mitfahrer aus dem Bus nachzuahmen, aber irgendwie war der Samstag der weniger erfolgreiche Festivaltag von beiden Tagen. Deshalb haben wir eine stolze Liste von Bands vorzuweisen – was aber nicht bedeutet, dass wir alle davon intensivst erlebt haben. Den Tag begannen wir ganz VIP-mäßig mit gleich zwei Einladungen zum Frühstück. Erst ging es zum bayerischen Frühstück – organisiert von der Berlin Music Week. Sichtlich enttäuscht zeigte sich Niklas als es nicht mal ein klassisches Weißbier zum Frühstück gab. Die Atmospähre beim Brunch war jedoch typisch bayrisch: laut & muffelig, d.h. verklemmt, zugleich. Ein Frühstück war nicht genug – nach dem deftigen Beitrag der Berlin Music Week musste noch was Süßes her. So haben wir beim Frühstück der Young Believers einen leckeren Schoko-Muffin abgestaubt.
Gut gesättigt konnte es nun losgehen.

Das Soundkartell frühstückt zusammen mit der BMW

Das Soundkartell frühstückt zusammen mit der BMW

Begleitet von meist ruhigen elektronischen Klängen ließen wir uns beim GAFFA Venue mit Sekouia u.v.m. die skandinavische Brise um die Ohren wehen. Getoppt wurde der Start in den Festivalnachmittag/-abend durch kostenlose Süßigkeiten – vornehmlich typisch dänisches Lakritz. Dank Niklas Hoodie erkannte uns auch Ramzi vom mb!-Magazin, mit dem wir uns anschließend über verschiedene Acts auf dem SPOT und über das Musicbusiness im Allgemeinen austauschten.
Das erste wirklich gute Gespräch mit einem gleichgesinnten lässigen Musikbegeisterten!

Entspannt: Das GAFFA Venue; Credit: Alina Felder

Entspannt: Das GAFFA Venue; Credit: Alina Felder

Den ersten Act in unsrerer Time-Table lieferten Darkness Falls mit sehr schönem, Elektro-Pop, wobei die beiden Mädels (fast) bewiesen, dass Frauen und Technik doch nicht so gut harmonieren. In großer Vorfreude auf My Heart The Brave konnten wir uns nicht so recht entscheiden und schnappten sowohl von The Awesome Welles als auch von Quick Quick Obey einige Töne auf. Das lag wohl auch daran, dass uns keine der beiden Folk-Rock/Pop Bands vom Hocker reißen konnte. My Heart The Brave enttäuschte uns jedenfalls nicht.

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Jedoch war es extrem schade um sein Talent, ihn im SCC spielen zu hören, denn der Sound dort war richtig schlecht & stellte für die Künstler eine enorme Hürde dar. Mit Caspars gutem Sound im Ohr mussten wir schnell ins Foyer des Musikhuset zu NovemberDecember. Die Jungs zeigten, dass die Stimme an sich richtig gut als ein eigenes Instrument wirken kann.

Darkness Falls; Credit: Alina Felder

Darkness Falls; Credit: Alina Felder

Nichtzuletzt waren NovemberDecember die ersten, die es schafften, das Publikum mitzureißen und in ihr Werk einzubinden. Ohwürme waren hier garantiert.

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Wenn man so will, nahm der schlechte Run nach jener Band seinen Lauf mit Mads Langer. Eigentlich hätte uns schon die lange Schlange vor dem großen Saal warnen sollen – naja zu spät war`s dann trotzdem. Mit Mads zeigte sich das SPOT von seiner peinlichen Seite – peinlich in dem Sinne, dass der Saal voll war & den “Sänger” absolut unverständlicherweise hypte.
Mit seinem Gejammer inklusive zerrissener ledernen Hose war der gute Herr Langer eindeutig in die Kategorie Mainstream zu verordnen. Nicht mal Kritik auf Facebook verträgt der dänische Justin-Bieber-Verschnitt. Was soll`s – immerhin ergriffen wir nach zwei Liedern die Flucht (und machten einige Jungs neidisch, die ihre Freundinnen begleiten mussten).

Positive Überraschung: NovemberDecember; Credit: Alina Felder

Positive Überraschung: NovemberDecember; Credit: Alina Felder

Nach dem restlichen Konzert von Join Forces by Penny Police & Signe Lykke hatten sich die Gemüter wieder beruhigt, denn die Musik dieses kleinen Orchesters schaffte es, uns wieder vom musikalischen Talent zu überzewugen. Schultz and Forever erinnerten uns daran, dass es a) draußen kalt war oder b) die Garten-Saison begonnen hatte. Denn der Frontmann klang entweder sehr erkältet oder wie eine eiserne Gießkanne.

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Eine letzte Kostprobe vom dänischen HipHop erhielten wir beim Act von Karl William, der perfekt zur Abendstimmung passte und verpasste uns eine relaxte Portion Mukke auf die Ohren. Den Abschluss unseres Festivals machten Turboweekend. Leider mussten auch sie unter dem schlechten Sound im SCC leiden und konnten das Publikum nicht völlig mit ihrer sonst so strahlenden Power mitreißen.

My Heart The Brave als einer der besten Acts des Festivals; Credit: Alina Felder

My Heart The Brave als einer der besten Acts des Festivals; Credit: Alina Felder

Fazit des Tages: Das SPOT ist zu gut, um nur ein Mal hinzufahren.

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