Soundkartell-Sendung: tagebook vom Soundkartell

Soundkartell-Sendung: tagebook vom Soundkartell

Soundkartell-Sendung im tagebook bei mucbook; Credit: Christina Herrmann

Soundkartell-Sendung im tagebook bei mucbook; Credit: Christina Herrmann

Hier schreibt der Niklas vom Soundkartell und das hier ist mein erster Eintrag im tabebook vom mucbook. Ich führe also Tagebuch. Jeden Donnerstag bekommt ihr einen Eintrag vom Soundkartell und dabei möchten wir euch die Sendung näher bringen. Heute Abend ab 20 Uhr laufen 60 Minuten neue Musik auf Substanz FM, einem Münchner Internetradio. Alle Titel habe ich soweit es ging im Text verlinkt, so, dass ihr direkt auf den Titel kommt und ihn euch anhören könnt.
Die Sendung beginnen wir mit einem Track vom neuen Album des Österreichers Gerard. Früher hieß er noch Gerard MC, doch er änderte seinen Namen in Gerard. Am 20.09 erschien mit “Blausicht” sein neues Album und wurde schon im Vorfeld des Releases in hohen Tönen gelobt. Wir hätten uns sogar eine spezielle Albumbox zulegen können. Auf der Amazon-Rangliste schlug das Album glatt auf Platz 2 ein. Vor gut einem Jahr traf ich Gerald auf dem Reeperbahn Festival in Hamburg. Schon damals haben wir über sein neues Werk gesprochen.

 

Gerard mit neuem Album im Gepäck!

Gerard mit neuem Album im Gepäck!

Sein größtes Anliegen dabei war, dass er endlich voran kommt als Musiker und “Blausicht” ist die logische Konsequenz seines künstlerischen Schaffens. Letzten Freitag erschien es dann endlich, nach über einem Jahr Wartezeit und es ist toll geworden. Wir hören, dass Gerard deutlich mehr Wert auf die richtigen Lyrics legt, ohne den Beat zu vernachlässigen. Seine neuen Tracks, die wir vorher noch nicht durch Singles kannten überzeugen auf ganzer Linie. Deshalb beginnen wir die Sendung mit dem Titel “Nichts”. Dabei geht um soziale Leere, um Facebook.

Gerard – Nichts

Kommen wir zu einer weiteren Neuveröffentlichung. Sie kommt von dem kanadischen Duo Mise En Scene und ihrer EP “Hey Velvet”. Vor gut drei Jahren feierten sie mit ihrer ersten EP ihr Debüt, worauf auch ein erstes Album folgte. Die beiden Damen machen eleganten Indie-Rock und bauen in diesen zahlreiche Popelemente ein.

Mise En Scene mit neuer EP im Gepäck

Mise En Scene mit neuer EP im Gepäck

Bevor sie zusammen fanden, interessierten sich beide stark für Kunst und zogen alleine mit ihren Instrumenten von Band zu Band. Als sie sich trafen entstand noch nicht sofort der Gedanke eine Band zu gründen. Dieser folgte er später. Zum Glück kam der Gedanke noch, müssen wir sagen, denn die EP ist überaus gut geworden. Einen ersten Eindruck bekommt ihr jetzt vom gleichnamigen Song “Hey Velvet”

Mise En Scene – Hey Velvet

Noch einmal zurück zu Gerard und seinem zweiten Titel “Wie Neu”. Es geht dabei um die Fähigkeit unserer Generation Revolutionen zu entfachen. Für etwas brennen zu können. Laut Gerard schaut das aber nicht gerade gut aus. Anfangs dachte ich der Beat wäre von einem anderen Künstler abgeschaut. Zum Vergleich interessant der Titel von Transit. Trotzdem beweist Gerard auch hier, dass er das Zeug dazu hat das beste deutschsprachige HipHop Album des Jahres 2013 zu liefern. Ohne Zweifel.

Gerard -Wie Neu

Soweit so gut. Weiter geht es nochmal`s mit den Kanadierinnen von Mise En Scene. Ohne viele Worte darüber zu verlieren spiele ich mit “When I Met You” den zweiten Titel von der neuen EP. Mit Erscheinen der EP und später dann auch noch ihres nächsten Albums, gehen sie auch auf Europatour. Da könnt ihr euch dann selbst ein von ihrer Musik machen.

Mise En Scene – When I Met You

Beim nächsten Künstler habe ich leider keine Links zu den Titeln gefunden. Es handelt sich dabei um den Singer-Songwriter Alien Hand Syndrome aus Wien. Hinter dem Projekt steckt Clemens Engert und diesen Herbst geht er mit seinem neuen Album im Gepäck auf die sogenannte “Slumber” Tour durch Europa.

Alien Hand Syndrome; Credit: Joanna Babicka

Alien Hand Syndrome; Credit: Joanna Babicka

 

Sein Gesang wirkt auf den ein oder anderen eventuell zunächst recht düster. Aber insgesamt überzeugt das Album und Clemens hat da ein wirklich gutes Singer-Songwriter Album produziert.

Alien Hand Syndrome – Hedonic Treadmill

Von einem Solokünstler zum nächsten und ab in den Norden Norwegens, nach Alta. Auf dem diesjährigen Reeperbahn Festival spielt Petter Carlsen eine seiner Shows, die bekannt dafür sind, dass wir davon Gänsehaut bekommen. Petter legt im folgenden Titel ein wundervolles und überragendes Songwriting hin und zusammen mit seiner Stimme werdet ihr auch im folgenden Titel “Even Dead Things Feel Your Love” hin und weg sein. Versprochen. Er hantiert in seinen Songs dabei mit allerhand anderer Instrumenten wie Streichern, Trompete, Klavier und Chören. Petter schafft es auch hier dem Song einen typisch nordischen Ton zu verleihen. Toll!

Petter Carlsen – Even Dead Things Feel Your Love

Um euch einen fundierteren Eindruck in das Album von Alien Hand Syndrome geben zu können spielen wir jetzt mit “Slumber” einen weiteren Titel von ihm. “Slumber” ist das zweite Studioalbum des Wieners Clemens Engert. Jeder einzelne Song ist dabei, wenn wir so wollen ein eigenes Kunstwerk und pendelt sich zwischen düsteren Alternative-Rock, Singer-Songwriter Musik und klassischen Elementen aus der Klassik. Emotionalität spielt dabei eine große Rolle und das hören wir auch den neuen Songs an. Emotional ohne zu melancholisch zu klingen. Eine Gratwanderung die gelingt.

Alien Hand Syndrome – Slumber

Viele Solokünstler haben wir heute in der Sendung. Der Thomas Dybdahl, nächste kommt nochmals aus Norwegen, spielt auf dem Reeperbahn Festival und ist – das sagt er über sich selbst – was sein musikalisches Schaffen betrifft ein Workaholic. Das liegt daran, dass er innerhalb von 12 Jahren sechs Alben aufgenommen hat. Nebenher fühlt er sich noch nicht wirklich ausgelastet und hat mit seiner Band The National Bank noch weitere zwei Alben produziert. Seine Musik ist etwas für die ruhigeren Momente. Dann, wenn wir alleine sein wollen. Dafür können wir nahezu jeden Track von ihm verwenden. Kammerpop ist es was Thomas Dybdahl macht und darin experimentiert er überaus freudig. Jetzt steht er vor der Veröffentlichung seines nächsten Albums. Er kann es einfach nicht lassen. Gott sei Dank.

Thomas Dybdahl – My Little Friend

Reisen wir von Norwegen nach Sydney, Australien. Josef Salvat lebt in London und widmet sich der Popmusik. Dieser verpasst er einen fulminanten Elektroanstrich. Erwachsen klingt seine Mischung aus Soul, Pop und Elektro.

Josef Salvat; Credit: Kirsten Blow

Josef Salvat; Credit: Kirsten Blow

Die Rhythmen sind verspielt und in “Hustler” wandert er nahezu perfekt an der Schwelle zum Ohrwurm. Die Stimme? Schmächtig, aussagekräftig. Wetten, dass wir euch nur diesen einen Track spielen brauchen um euch für seine Musik begeistern zu können?

Josef Salvat – Hustler

Wette gewonnen oder? Und eine weitere werden wir auch noch gewinnen, denn jetzt kommt ein Titel, der ein klassischer Ohrwurm zu sein scheint. Aus der Schweiz kommt dieser und ist von der Band Pegasus. “Technology” ist überragend. Hierzulande werden die Band noch nicht allzu viele kennen und auch wenn der Titel einen doch größeren Mainstreameinschlag besitzt spielen wir ihn in der Sendung. Es ist einfach phänomenal selbst zu merken wie wir gefangen genommen werden vom Refrain. Bleibt im Ohr. Perfekt gemacht.

Pegasus – Technology

Den Abgang in unserer Sendung und hier im Tagebuch machen wir mit einer Band aus London: Eliza And The Bear. Vom Namen her ähneln sie etwas den Ewert And The Two Dragons. Die Musik ist dennoch unterschiedlich. Alles im Bandnamen der Band ist Fiktion. Es gibt keine Eliza und keinen Bären. Fünf Musiker haben sich dort vereint und machen kraftvollen und treibenden Indie-Pop. Sie mischen stellenweise ihren Sound mit Einflüssen von Mumford And Sons und bekannteren Indie Bands wie Mando Diao oder The Flaming Lips. Sehr hymnisch kommt “Friends” daher und die Band geht bei dem Experiment den vollen Sound ihrer Instrumente bis an ihre Grenzen. Eine Frage der Zeit ist es, bis Eliza And The Bear auch hierzulande einschlagen, wenn sie schon jetzt vor stets ausverkauftem Haus in London spielen. Damit sagen wir Tschüss, Servus und bis nächste Woche. Wir melden uns mit guter neuer Musik, garantiert. Euer Soundkartell.

Eliza And The Bear – Friends

 

Eliza And The Bear; Credit: Tom Leishman

Eliza And The Bear; Credit: Tom Leishman

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