Sexy Jesus

Sexy Jesus Rock’n’Roll Entdeckung

Sexy Jesus

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Das Soundkartell stellt Euch heute im Review den Musiker Sexy Jesus vor.

Man soll sich ja kein Bild von Jesus machen und so. Aber wer sich Sexy Jesus nennt, lange Haare trägt, den Rock’n’Roll Lifestyle geradezu zur Schau trägt und dann auch noch gute Musik macht, ja naja da kann ich dann auch nicht mehr helfen. Denn der Musiker Stephen Edelstein – ja so heißt er dann auch noch dazu bürgerlich – hat mich mit seiner Single „Friends“ gepackt.

Da sitzt er mit seiner Gitarre auf dem Schoß, wallendes langes Haar und crazy Sportstutzen an. Wenn das nicht Jesus höchst persönlich ist, weiß ich auch nicht. Klar ist hier viel inszeniert und so heißt es dann auch mal, dass einem Sexy Jesus dafür dankt, den Gospel verbreitet zu haben und schickt seinen besten Segen. Skurril.

Wir sollen wieder an Rock’n’Roll glauben. Dafür spricht ein harmonischer Chorus und ein Song der perfekt sitzt. Sehr bequem und ordnet sich ein zwischen melodischem Pop und sardonischem Grunge.

Das Thema des Songs ist dabei eine ganz elementare Erfahrung, die er machen musste. Wir alle haben doch diese „Freunde“ im Freundeskreis, die eigentlich gar nicht unsere Freunde sind. Die nur zum Schein da sind und wenn wir sie mal brauchen, sind sie nicht da. Oder hintergehen einen. Sexy Jesus setzt genau da an.

Ich finde es großartig, was der Musiker hier fabriziert. Toller ernst gemeinter Indie mit Rock’n’Roll Einschlägen, aber auch irgendwie immer mit einer Prise Ironie. Und Selbstdarstellung. Solche Musiker bräuchte es öfter.

Sieht aus wie Jesus. Klingt aber nicht so, sondern viel cooler.

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