Royal Headache

Australische Rock’n’Roll Wucht von Royal Headache

Royal Headache aus Sydney mit ihrem zweiten Album "High" am Start; Fotocredit: Douglas Lance Gibson

Royal Headache aus Sydney mit ihrem zweiten Album „High“ am Start; Fotocredit: Douglas Lance Gibson

Das war`s für den August und damit schließen wir einen sehr ereignisreichen Monat. Das Ende macht eine Post-Rock/Punk Band aus Sydney namens Royal Headache, die jetzt ihr zweites Album “High” released hat.

Pitchfork, The FADER, Stereogum, Grantland, The NME, Noisey, Buzzfeed, alles was irgendwie in der englischsprachigen Musikpresse Rang und Namen hat, haben Royal Headache mit ihrem neuesten Werk, ihrem zweiten Album “High” hoch gelobt. Sie alle waren vor allen Dingen aber auch froh, dass da endlich mal wieder ein neues Album rauskam. Und tatsächlich auch ich wurde durch die zweite Single “Another World” auf die Band aufmerksam. Das klang unweigerlich nach The Thermals und traf bei meinen Musikgeschmack genau ins Schwarze.

Hier bekommt ihr es mit sehr energiegeladenem Post-Rock, Rock’n’Roll und auch stellenweise sehr brachialem Punk zu tun. Allein bei “Another World” brettern Royal Headache ein Gitarrenriff nach dem anderen runter. Ganz trocken und unmissverständlich grölt da dann auch teilweise der Sänger Shogun der australischen Band ins Mikro.

Am 21. August erschien das Album denn auch international und darauf sind zehn Tracks enthalten, denen wir unbedingt Gehör schenken sollten. Gerade wenn ihr mal nicht mehr allzu viel Lust auf das übliche Indie-Pop Gedöns habt. Hier bekommt ihr von der ersten Sekunde an eine Mischung aus Punk, Rock’n’Roll und Rock geliefert. Doch wer jetzt denkt, dass Royal Headache nur schroff ans Werk geht, der hat sich getäuscht. Es ist die Mischung aus einer soften Ballade und eben jenen wundervoll trockenen Gitarren, die die Australier in ihrem Song “Wouldn’t You Know” präsentieren.

Vier Jahre nach ihrem Debüt legen Royal Headache ein mehr als ordentliches Album nach. “High” glänzt indem es viele Kanten und raue Seiten zeigt. Es ist eben nicht geglättet, auch nicht in der Produktion und dadurch bekomme ich für meinen Teil einen leichteren Zugang zum Album. Kantig und schroff ja, aber ohne abstoßend zu wirken, im Gegenteil. Ich fühle mich über die gesamte Spielzeit hin zum Album hingezogen. Gerade weil der Sound so geradlinig, erdig und vollkommen am Boden aller Post-Rock Tatsachen entlang fährt. Sie legen auf ihre Art und Weise Bombast in ihren Sound, ohne es auch nur irgendwie auf die Spitze zu treiben. Hierzulande warten Royal Headache noch auf ihren Durchbruch. Wobei der wohl vielleicht auch noch dauern wird. Aber bis es soweit ist, sind sie in Australien eine gestandene Band, das sind dann wohl auch die besten Vorraussetzungen um auch hier bei uns in Deutschland mal eine kleine Tour zu spielen und sich mit ihrem brachialen Rock’n’Roll / Punk Sound erste feste Anhänger zu erspielen.

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