Rezension A Tale Of Golden Keys

Release „Everything Went Down As Planned“ von A Tale Of Golden Keys

Endlich: Das Debütalbum von A Tale Of Golden Keys ist raus

Endlich: Das Debütalbum von A Tale Of Golden Keys ist raus

Heute ist Release-Day und den feiert heute eine Nürnberger Band ganz besonders groß: A Tale Of Golden Keys haben heute ihr Debütalbum “Everything Went Down As Planned“ rausgebracht. Endlich!

Wie ich den Titelsong des Albums das erste gehört habe, dachte ich sofort an die alten Lieder von Coldplay. Also zumindest von den Gitarren-Arrangements her klang das wirklich so wie früher. Doch ich will hier ja gar nicht in Erinnerungen schwelgen. Geschweige denn irgendwelche weltbekannten Bands an die Seite der wirklich fabelhaften A Tale Of Golden Keys stellen. Das geht auch gar nicht, denn ich habe noch nie – das nehme ich mir einfach mal raus – ein solch einzigartiges Album gehört. Allein der Opener “All Of This”. Da steckt so viel Verve, so viel Liebe zum Detail und vor allem zur Stimmung drin. Hier bauschen sich grandiose Indie-Melodien auf. Hier steckt teilweise auch ein großer Hang zur Melodramatik drin, auch wenn das die gewohnt lethargisch klingenden Vocals von Hannes Neunhoeffer nicht vermuten lassen. Hier schwingt so viel und das immer so perfekt verpackt in 3 bis 4 Minuten. Wie in “Writing On The Walls” zum Beispiel. Da mag am Anfang vielleicht eine geschrammelte Gitarre stehen. Aber die ist weit mehr wert, als jedes verspielte Solo oder Synthesizer.

Nur um das nochmal klar zu stellen: Die Vocals langweilen mich nicht. Im Gegenteil sie sind unwahrscheinlich warm, bodenständig und warm am Hörer dran. Vielleicht auch weil wir von Beginn an vertraut werden und uns die Vocals unglaublich nah an die Musik heranlassen. So wie wenn die Band direkt vor uns stehen würde und den Song spielen würde. In Gedanken.

Normalerweise gebe ich nicht viel auf Pressetexte. Doch darin taucht ein Satz auf, der von einem Schriftsteller hätte sein können. Oder aus einem bekannten Gedicht. Er lautet wie folgt: “Man wünscht sich schließlich den Liebeskummer vergangener Tage zurück, nicht elendlich sondern trotzig und mit einem Gefühl von Überlegenheit.” Darin steckt viel Wahres. Und das lässt uns auch so auf das Album blicken. Klar sind die Refrains und Strophen in eine gewisse Gedrücktheit getränkt. Aber sie sind nie grundlos traurig. Es ist eben diese Überlegenheit, die wir haben, wenn wir uns vorgenommen haben endlich etwas zu verändern. Wenn wir so weit sind und sagen können, dass wir den gleichen Fehler bestimmt nicht nochmal machen. So dumm kann keiner sein. Genau das ist diese Überlegenheit.
Es ist wie im Track “Another Chapter”. Schöner hätten es A Tale Of Golden Keys nicht sagen können.

Hier stehen alle Tracks für mich auf einer Ebene. Keiner fällt ab, ist schwächer, hätte eine geringere Aussagekraft. Egal ob “Three Weeks”, “Travelling Lights” oder der letzte phänomenal gute Schlusspunkt in “It Begins”. Hier schließt sich der Kreis. Wenn das Schlagzeug und der Bass aufhören zu pulsieren, stehen wir da wie mit runter gelassenen Hosen und völlig nackt, ohne, dass wir es gemerkt hätten. So nah kommt uns das Album und die Musik der Franken. Toll gemacht A Tale Of Golden Keys!

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