Review: Fiasco
Wirbelsturm-Tracks von ¡FIASCO! aus Washington DC
Eigentlich schreiben sich Fiasco ¡FIASCO!. Doch weil das für Social Media und SEA nicht so hilfreich ist, nennen sie sich auf den Social Plattformen oft einfach nur Fiasco. Die Band kommt aus Washington DC und gründete sich 2016 als Zusammenarbeit zwischen dem Saxophonisten Andrew Frankhouse und dem Gitarristen Nelson Dougherty. Es entstand ein Quintett mit einer Zwei-Tenor-Frontbesetzung. Alles begann mit einem Konzert zu Ehren von Paul Motian und weil das so gut lief wurde daraus direkt eine Band und sie haben versucht direkt ohne Umschweife ihr Song-Portfolio zu erweitern. Das Genre lässt sich nur schwer definieren. Wir befinden uns irgendwo zwischen dröhnenden Post-Rock Songs, Hip-Hop Grooves und Grunge-Rock. Aber es darf natürlich die Elektronic-Richtung auch nicht fehlen.
„Arson“ ist die erste Studioaufnahme der Band und wurde vor 5 Jahren zum besten DC-Jazz Album gekürt. Die kreative Palette ist so breit angelegt wir hören so ziemlich alles, was man irgendwie in Töne fassen kann. Dabei wirken sie gleichermaßen kontemplativ und aggressiv. Fünf Jahre lang haben sie an ihren Songs geschraubt und so destilliert wirken sie dann auch. Dass ihr Album dann auch noch während der Pandemie entstand, ist schon ziemlich absurd und passt so perfekt in diese eh schon abstruse Zeit. Fiasco oder auch ¡FIASCO! zeigen wie vielfältig eine Band klingen kann und wie heilsam Isolation sein kann. Hier treffen alle möglichen Instrumente aufeinander und das Saxophon klingt so gar nicht mehr nach dem klassischen Jazz-Instrument.
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