Nürnberg Pop Festival 2016

Nürnberg Pop Festival 2016 – Nachbericht

Nürnberg Pop Festival 2016 - Nachbericht

Nürnberg Pop Festival 2016 – Nachbericht

Gestern waren wir beim Nürnberg Pop Festival 2016 unterwegs. Lest hier unseren Nachbericht.

Gestern war ich das zweite Mal überhaupt beim Nürnberg Pop Festival am Start. Wir hatten einiges vor. Wir, das heißt Sarah Buth und David Lehmeyer. Was hatten wir vor? Wir wollten fotografisch, filmisch und musikjournalistisch das Festival aufsaugen und uns mit einigen Bands und Künstlern treffen. So weit geplant und dann auch umgesetzt.

Die Idee der Interviews war: 8 Gegenstände, aus einem recht wilden Fundus von Sarah (Plastik-Penis, Geweih, Flamingo, Jesus-Bild und noch ein paar mehr) mit Fragen zu kombinieren. Recht deep und keine Witz-Fragen. Jeder Künstler musste aus einer Tasche dann nacheinander den Gegenstand ziehen und wurde befragt, was mitunter doch recht witzig, aber auch künstlerisch interessant wurde.

Schlakks & Opek beim Nürnberg Pop Festival

Schlakks & Opek beim Nürnberg Pop Festival

Begonnen hatte der Festivaltag mit einem Interview mit Schlakks und seinem Drummer Opek im Zentralcafé (K4). Zwei Dudes, die HipHop auf der Bühne geradezu zelebrieren. Aus Dortmund und auch so überhaupt sehr reflektierte Menschen sind. Der Gig: war gut! Also wirklich. Opek saß am Schlagzeug, spielte die Beats ein und Schlakks rappte ziemlich leidenschaftlich dazu. Auffällig: Seine dann doch recht unruhig wirkenden Gesten.

Danach ging es in die Kulturkellerei zur Nürnberger Rock Band Betamensch. Auch hier haben wir in einem Café die Gegenstände mit den Fragen dazu ausgepackt. Super sympathische Jungs, die live unser vierter Act an dem Abend sein sollten.

Übelst hungrig ging es ins Rosi Schulz. Dort warteten Cap Kendrick & LUX aus München auf uns. Cap Kendricks rappt zwar auch hin und wieder mit, ist aber für die Produktion verantwortlich und das macht er richtig fett. LUX ebenfalls aus München verleiht dem Projekt die Stimme. Das ist live ziemlich druckvoll und gibt dem Ganzen ordentlich Wumms. Das macht Bock, birgt aber die Gefahr, dass sie sich bei den ganzen zahlreichen Rappern einfach nur einreihen, anstatt heraus zu stechen.

Cap Kendricks & LUX beim Nürnberg Pop Festival; Fotocredit: Sarah Buth

Cap Kendricks & LUX beim Nürnberg Pop Festival

Das schafft nämlich der Berliner Rapper Juse Ju. Spätestens seit seinen Kooperationen mit Fatoni ist der Rapper in einer Riege angekommen, die ihn zum feinsten und wortakrobatischsten Rapper der Republik macht. Auch wenn er das zu 100% als Freizeit-Projekt stemmt. Hauptberuflich arbeitet er ja beim Radio. Dafür legt er sich aber gewaltig ins Zeug, nimmt sich selbst nicht ganz so ernst und haut live eine perfekte Show raus. Perfekt im Sinne von wirklich richtig gut und beeindruckend.

Dann noch kurz zu Betamensch in die Kulturkellerei. Hier habe ich leider nur zwei Songs mitbekommen. War ziemlich laut und stimmungsvoll. Ich war in dem Moment froh, da es hier endlich mal wieder brechende Gitarrenriffs gab. Die Stimmung wurde dann allerdings von Phoria in der Klarakirche wieder krass gedrückt. Also eher in dem Sinn, dass es ein „Downer“ für’s Gefühl ist. Ruhig, melancholisch, richtig krass gut produziert und überraschend vom Sound her. Die Beats und Verflechtungen sind in der Kirch kaum verhallt. Schön! Ein definitives Live-Highlight in diesem Jahr.

Danach wollten wir eigentlich Von Wegen Lisbeth, gaben aber auf, da es hier unmöglich schien rein zu kommen. Also weiter zu Ira Atari, dem Electronic-Duo aus Berlin. Ich kannte vorher ja keinen einzigen Song, aber David, der mich dazu überredet hatte, bekam recht. Das war überraschend gut! Nicht ganz so voll wie die anderen Locations zu der Uhrzeit und ein toller Live-Abschluss für mich. Denn die KYTES wollte ich eigentlich nicht sehen.

Betamensch im Interview beim Nürnberg Pop Festival

Betamensch im Interview beim Nürnberg Pop Festival

Zu oft gebucht, kaum Überraschungen im Sound, sind für mich KYTES keine Band, die ich mir live noch antun muss. Da fehlt mir der spannende Aspekt, den es hier aber unbedingt bräuchte. Schade, denn das war der letzte etwas getrübte Live-Eindruck vom Festival, das mich ansonsten glücklich wieder ausgespült hatte. Nach einer Schnaps-Tour mit den Gutscheinen aus dem Campus Claus ging es dann trotz Zeitumstellung spät ins Bett.

Danke Nürnberg Pop für dieses unkomplizierte Festival. Alles war tip top organisiert. Nur ein kleiner und für mich sehr wichtiger Vorschlag und Bitte für 2017: Bitte bitte sorgt dafür, dass man als Reporter vor Ort genug ruhige Locations hat, in die man sich für kurze gefilmte Interviews zurückziehen kann. Das ging gar nicht und es war immer ein Kampf und Krampf den gesamten Abend hinweg. Nur weil der Clubbetreibe vom Rosi Schulz so gnädig war und wir im Backstage-Bereich freundlich gefragt hatten, die Musik auszustellen, war es uns überhaupt möglich die Interviews auch zu führen.

Die Interviews mit Schlakks, Betamensch, Cap Kendricks & LUX und Juse Ju gibt es schon bald als Videos!

 

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