Listen to Polo. – Experimentieller Indie Pop fürs Cabriolet oder zum Philosophieren

Listen to Polo. – Experimentieller Indie Pop fürs Cabriolet oder zum Philosophieren

Listen to Polo. ©Johannes Rückert

Listen to Polo. ©Johannes Rückert

Heute ist es mal wieder Zeit für eine besondere bayerische Band, die euch das Soundkartell vorstellt. Wir fahren dazu nach Coburg und stellen euch in einem Porträt die überaus tolle Band Listen to Polo. vor.

Alle Mitglieder der Band versammeln sich um Michael, der neben seiner stimmlichen Einlagen auch für die Keys zuständig ist. Neben ihm stehen dabei Matthias an der Gitarre und der gesanglichen Begleitung, David am Bass und der dritte im Bunde, der singt und letztlich André am Schlagzeug.
Entsteht bei den Coburgern dabei ein Song, so beginnen die wundervoll vertrackten Titel meist mit dem letztgenannten Drumer. Klassisch eben. Wie bei einer Rockband.
Doch was dann geschieht wandelt am Rande jeglicher Klassik. Es entstehen geradezu verspielte Klangwelten und insbesondere wagen sie sich über den Tellerrand hinaus: „Das Ungewöhnliche wagen, Klischees zu vermeiden. Da wird es schonmal Orchestral mit überraschender Wendung, oder bekommt eine experimentelle Note. Am wichtigsten ist uns, dass die Instrumentierung den Song trägt und stützt.“, die Band.

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Und gerade weil das Konzept so ungewöhnlich und besonders ist, begegnen wir dabei etlichen Gegensätzen. Zumeist tauchen wir ein in Gefilde der Nähe und Distanz. Der Höhen und Tiefen. Es wechseln sich dabei im bildlichen Sinne gesehen Licht und Schatten ab.
Wie machen Listen to Polo. das?

Sie binden dabei Delaygitarren ebenso ein wie treibende Beats. Sie sagen über sich selbst, dass ihre Musik manchmal etwas nach Beethoven klingt, der auf Speed ist. Experimentell und poppig klingen sie dabei in ihren Tracks. Wobei die Mehrzahl etwas hoch gegriffen ist, denn auf ihrer EP „Options“ hantieren sie mit drei Titeln. „Options“, „Language II“ und „Hundred II“ sind es, die sie in mehreren Versionen ausgekoppelt haben. Insbesondere „Options“ gibt es in drei Versionen. Wer sich danach bei ihnen erkundigt, weshalb es vor allem so unterschiedliche Versionen des Songs gibt, geben sie uns eine Empfehlung:

Aufstehen mit „Option I“
Philosophieren bei Freunden mit Wein – „Option II“
Cabrioletfahrten durch die Toscana mit „Option III“

Die Musik deckt somit, wenn wir so wollen allein in dem Song „Option“ viele Situationen im Leben ab.
Ein weitere Frage die wir uns stellen ist: Warum Coburg? Coburg ist mit 40 000 Einwohnern eine doch recht beschauliche Stadt und nimmt bei den Mitgliedern der Band die Funktion der Heimatstadt ein. Insbesondere in den Momenten und Tagen, in denen die Band nach Auftritten und Festivals wieder nach Hause kommt, bietet sich Coburg dazu an zur Ruhe zu kommen. Die Musikszene besitzt dabei keine echte Relevanz.
Wenn Listen to Polo. jetzt bald in die Festivalsaison startet, wollen sie dabei in ihren Live-Auftritten einen Sound kreieren, der in sich kompakt ist. Klar in ihren Strukturen und den Zuhörer dazu verleiten auch mal die Augen schließen zu können, sich zu verlieren oder doch dazu zu tanzen, so die Band. Nach der Saison geht es dann ab ins Studio, für welches sie bereits neue Songs im Petto haben. Stehen die neuen Songs wird es im Herbst auch eine erste Single geben, bevor dann das Debüt der Coburger erscheinen wird.
Wir dürfen uns dann auch auf eine Tour freuen.

Listen to Polo. ©Johannes Rückert

Listen to Polo. ©Johannes Rückert

Das wird allerdings nicht die erste sein. Denn drei Tourneen haben sie schon hinter sich gebracht. Verwunderlich bei dem Repertoire an vorfindbaren Songs. Doch gerade diese drei Tourneen waren es, die Listen to Polo. geprägt haben, denn sie haben dabei an unterschiedlichsten Orten musiziert. So waren sie einerseits in einer kleinen Bar unterwegs, wo die Stimmung nochmals intensiver und intimer ist. Aber auch in größeren Locations. Die wohl beste Erfahrung, die Listen to Polo. auch keiner nehmen kann war aber wohl diejenige, dass die als Band noch mehr zusammengewachsen sind. Harmonischer und eingespielter. Im folgenden Track „Get Out“ klingen sie sogar etwas nach Coldplay.

 

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Auf die Frage, wem sie auch heute noch voreingenommen gegenüber treten, antworteten sie einfach:

„Wir verurteilen Ungerechtigkeit, schlechtes Wetter und Musik im Generellen.
Am schlimmsten: Ungerechte Musik bei schlechtem Wetter.“

Passend zu den nun wirklich heißen Tagen in Deutschland kommen wir nun in den vollen Genuss den Tracks der Band zu lauschen. Ob eben in jenem Cabriolet oder beim Aufstehen, das bleibt jedem von uns selbst überlassen.

Fakt ist, ihre Musik ist, wie sie selbst sagen: Einprägsam und doch überraschend.

Hier könnt ihr die Jungs diesen Sommer noch live sehen:

12. Juli 2013 Heimathafen Summer Sounds, Göttingen
13. Juli 2013 Halt! Festival, Olching b. München
28. Juli 2013 Bardentreffen, Nürnberg

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