Lemur

Lemur „Die Rache der Tiere“ Rezension

Lemur "Die Rache der Tiere" Rezension

Lemur „Die Rache der Tiere“ Rezension

Lemur ist mit einem neuen Album back in the town und das Soundkartell hat sich reingehört.

Wooho habe ich mich auf die neue Platte von Lemur gefreut. Ja wirklich. Dachte ja schon ich wäre raus aus seiner Musik. Irgendwie hatte ich zu viel von all dem Gelaber über unsere doch so scheinbar doofe Gesellschaft. Das war wohl nur ein Durchhänger. Denn die neuen 14 Tracks sind wieder ein Erzeugnis seiner akrobatischen Wortspiele. Wahnsinn.

Wie er das macht, soll sein Geheimnis bleiben. Allein beim ersten Track den ich vom Album höre, „Der Aksel“ weiß ich gleich wieder wo ich bin. Im Universum der menschlichen Abgründe und alles befindet sich im freien Fall. Nur Lemur sitzt da auf seinem Ast, schüttelt den Kopf, hat alles vorhergesehen, ist manchmal selbst überrascht, aber hat definitiv immer den richtigen Kommentar parat.

Es gibt ja seine PR-Abteilung, die sagt er wäre bipolar in seiner Musik. Einmal so und dann auf einmal so. „Sonne“ zusammen mit FairS. Ein Track, der dann doch mal die Lichtblicke im Leben sieht und sich darüber freut. Wenn dann aber durch die Zufallswiedergabe „Batterie“ kommt, sehe ich wieder einen Rapper, der sich im Text doch darum fürchtet, dass es ihn gibt. „Ich mach‘ kaputt, was mich kaputt gemacht hat […] Jeder Tiefschlag weckt meine Fantasie.“ Lässt dann aber doch ein Fünkchen Hoffnung entsprießen.

Lemur "Die Rache der Tiere" Rezension

Lemur „Die Rache der Tiere“ Rezension

Raptechnisch gesehen ist das Deutsche Spitze. Mir fällt ohnehin kein anderer Rapper ein, der sowohl den passenden Flow zusammen mit einer wirklich guten und einprägsamen Stimme hat. Und obwohl er auch bei „Die Rache der Tiere“ des öfteren zu tiefst bitter böse ist, macht das Album Bock. Melodien und Texte stehen gleichberechtigt auf der Platte. Er entscheidet sich nie: Weniger Melodie oder mehr Text. Lemur hat alles im Griff. Sitzt denn wieder auf dem Ast und guckt uns zu, agiert selbst wie in „MMV“ wie ein Verrückter, aber trifft immerzu den Kern.

Lemur live:

15.02.2017 Rostock – Helgas Stadtpalast
16.02.2017 Hamburg – HÄKKEN
17.02.2017 Hannover – Kulturzentrum Faust
18.02.2017 Würzburg – B-Hof
21.02.2017 Bochum – Bahnhof Langendreer
22.02.2017 Wiesbaden – Schlachthof
23.02.2017 Nürnberg Club – Stereo
24.02.2017 Dresden – Groovestation
26.02.2017 Berlin – BI NUU
– wird fortgesetzt –

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