Into Lala

Dockville Special #3 Interview mit Into Lala

Im Dockville Special: Into Lala im Interview

Im Dockville Special: Into Lala im Interview

Das Soundkartell hat das dritte Special zum Dockville Festival 2015 für Euch. Wir präsentieren Euch ein Interview mit der Kieler Band Into Lala. Lest jetzt hier.

Im elektronischen Bereich die Sounds mit Alltagsgegenständen zu erzeugen ist doch gar nicht so innovativ neu oder doch?

Into Lala: „Ja klar, wir haben damit das Rad nicht neu erfunden, doch es macht uns einfach einen großen Spaß unsere Umgebung in Samples zu verwandeln. Wir experimentieren und entdecken, lassen Murmeln oder Lollies auf ein Xylophon fallen, Klopfen mit Strohhalmen auf Bäumen herum oder basteln auch mal einen kompletten Song nur aus einem Luftballon. Es geht uns einfach darum die synthetischen Elemente unserer Musik mit organischen zu bereichern.“

Inwiefern verleiht Eurem Sound das eine alles entscheidende Vielfalt?

Into Lala: „Durch diese ganzen verschiedenen Klangelemente aus Alltagsgegenständen verliert unsere Musik in einem gewissen Grade das Perfekte. Sie wird fragiler und organischer. Dadurch wird die Musik echter, greifbarer und fühlt sich persönlicher an.“

Geht man mit einem solchen Konzept Musik zu machen anders durch die Welt?

Into Lala: „Also es passiert schon, dass man fasziniert an der Glasschiebetür im Supermarkt stehen bleibt und augenblicklich das wunderbar schräge Quietschen mit dem Fieldrecorder aufnehmen muss, weil man denkt, dass es perfekt in den aktuellen Song passen würde. Oder wenn man Seifenblasen bläst hat man auf einmal viel mehr Interesse an dem kleinen Klimper-Kügelchen oben im Deckel, als an den Seifenblasen selbst.“

Wie erfolgt da die Umsetzung live?

Into Lala: „Live ist es schwierig den ganzen „Kleinkram“ ( *siehe Supermarkt-Glasschiebetür) in das Set zu integrieren. In sofern begnügen wir uns auf der Bühne mit durchsetzungsstarken Klangelementen, wie zB. eine Harmonika oder einer Kuhglocke.“

In Eurer Musik soll es um Zuversicht, Konfetti & Liebe gehen. Ist das nicht ein wenig zu kitschig?

Into Lala: „Lametta ist Zeitlos.“

Moritz, du kamst früher ziemlich viel mit HipHop in Berührung. Welches Element hast du dir aus dieser Zeit bis heute bewahrt, das du auch jetzt in die Musik einfließen lässt?

Into Lala: „Den Swag und meine Streetcredibility …. ne, kleiner Scherz. Aber beim Texten ist es nach wie vor eine große Hilfe für das Versmaß und die Songstruktur.“

Und wie ist das bei dir Peter?

„Die Gitarre ist bei mir nach wie vor in jedem Track präsent, während ich mich früher, in meinen Metalbands, durch starre Songstrukturen durchgearbeitet habe, genehmige ich mir jetzt mit INTO LALA viel mehr experimentelle Freiheit.“

Erklärt mir doch anhand drei Beispielen/Live-Momenten wieso ihr perfekt in das Line-Up des diesjährigen Dockville Festivals passt?

Into Lala: „Da wir alle noch nie zuvor auf dem Dockville waren können wir das Ganze nur vom Line Up her betrachten und denken, dass das Dockville ein Festival mit einer großen Bandbreite an Künstlern aus verschiedenen Genres ist. Ein buntes, musikalisches Bouques, wie unsere Musik selbst. Da sind wir natürlich ein weiterer schöner Farbflecks in dem bunten Klangtuschkasten.“

Welche Erwartungen habt ihr selbst an den Gig?

Into Lala: „Mhh.. schwierige Frage, wir haben da auch schon einiges durch, von Fusion Festival über Support von Alle Farben und Wankelmut bis hin zu einem Gig, vor einer Hand voll Leuten auf dem Marktplatz von Neustrelitz, wo wir gefragt wurden ob wir nicht doch lieber etwas von Andrea Berg spielen könnten. Von daher wissen wir jeder Gig ist einzigartig in seiner Atmosphäre und abhängig von verschiedenen Faktoren wie Tageszeit, Ort & Publikum. Darum haben wir stets nur die Erwartung an uns selbst einen schönen Gig zu spielen und vom Rest lassen wir uns überraschen.“

Hypes im Musikbusiness. Das ist nichts Neues mehr und meistens löst er kontroverse Diskussionen aus. Gab es in letzter Zeit einen Hype um eine Band, den ihr absolut nicht nachvollziehen könnt?

Into Lala: „Nö, so lange jeder das macht was ihn glücklich macht ist das vollkommen ok. Dann und wann fällt eben mal jemand in die Zahnräder der großen Marketingmaschine. Dann kommt es auch nicht mehr darauf an wie besonders gut man ist, sondern wie geschickt man vermarktet wird.“

Wo seht ihr INTO LALA selbst in gut 1 Jahr?

Into Lala: „In der Sonne auf der Bühne.“ 🙂

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