Gudrun & Bartal – Review

Bezauberndes Debüt von den Färöer Inseln

Debütalbum von den Färöer Inseln: Gudrun and Bartal

Debütalbum von den Färöer Inseln: Gudrun and Bartal

Von den Färöer Inseln stellen wir euch an diesem Montag das Singer Songwriter Folk Pop Duo Gudrun and Bartal vor. Das Soundkartell ist begeistert von der ihrer Musik und der Szene auf der kleinen Inseln im Norden.

Über Vorurteile zu schreiben wäre zu schlicht. Darüber, dass es in einem kleinen Land eine riesige und vollkommen unterschätzte Musikszene gibt, wohl eher übertrieben.
Dass die Färöer Inseln keinen mächtigen Musikmarkt besitzt und schon gar nicht die Acts, die in einem halben Jahr den Sprung in die Charts schaffen ist auch klar.

Doch: Darum geht es bei Gudrun and Bartal auch nicht. Es geht einzig und allein um ihre Musik und um das Album “Vönin Er”, das sie am 02. Mai herausgebracht haben. Die Töne sind für die raue Lage ungewöhnlich leicht und vorsichtig. Schon eher zerbrechlich.
Es handelt sich dabei um das Debütalbum der beiden Musiker, die beide zusammen in der Live-Band der Singer-Songwriterin Guðrið Hansdóttir, die 2007 unter anderem zur Sängering des Jahres ausgezeichnet wurde.

Es geht in den zehn Titeln der Band relativ leise und bezartet zu. Keine Frage, die Musik gehört eher zu derjenigen, die von den stillen und einfühlsamen Momenten lebt. Schwierig scheint für uns gar dann zu werden uns wirklich in die Songs hinein zu hören, da sie allesamt auf Färöisch gesungen werden. Doch wie es uns nun schon in letzter Zeit öfter so gegangen ist, brauchen wir manchmal gar nicht den Zugang zu den Texten.

Gudrun and Bartal; Credit: Torkil Djurhuus

Gudrun and Bartal; Credit: Torkil Djurhuus

Viel wichtiger ist es in Songs wie “Tilvitskuleinkjur” die Herangehensweise und Umsetzung des Songs zu bestaunen. Es handelt sich hier nämlich um eine wahre Perle der beiden Musiker, die ganz stark von der hellen Stimme der Sängerin abhängt. Für den ein oder anderen mag die Musik träge klingen, so versprüht sich doch eine unglaublich große melodiöse Kraft.

 

“Brotið” ist auch so ein wundervolles Beispiel ihrer Songwriting-Kunst. Einige minimalistische Gitarrenarrangements und die glasklare Stimme tuen ihr Übriges um uns in den Bann zu ziehen. Der einzige Irrtum, der sich eingeschlichen hat ist der, dass es sich hier nicht um Folk handelt. Dazu sind die Songs allesamt zu sehr in Richtung Pop konzipiert.
Das stört aber nicht weiter. Im Gegenteil, Gudrun and Bartal steht das gut zu Gesicht und wir haben hier ein bezauberndes Album und zugleich auch einen besseren Eindruck der Färöer Inseln gewonnen.

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