Ball Park Music

Ball Park Music und ihr nächste Station Europa

Aus Australien nach Europa: Ball Park Music; Credit:  Embassy of Music

Aus Australien nach Europa: Ball Park Music; Credit: Embassy of Music

Was in Australien erfolgreich ist, schafft es hierzulande dennoch schwer zu etablieren. Ball Park Music scheint genau das mit ihrem Debütalbum „Puddinghead“ zu gelingen. Am 27. Februar erschien das gute Stück und wir vom Soundkartell lassen Euch erfahren, ob es sich lohnt die Platte zu kaufen.

In Australien ist „Puddinghead“ bereits ein alter Hut. So überspitzt können wir es durchaus ausdrücken, denn in ihrer Heimat erschien das Album ein Jahr vor dem Release hierzulande in Deutschland. Ob ihnen auch hier ein solcher Erfolg gelingt, ist fraglich. Die Fanbase dazu haben sie mit über 70 000 Likes auf Facebook allemal. Das sind schon so weiche Faktoren, die es der Band leichter machen Fuß zu fassen. Das ist attraktiver für Promoter und Agenturen, dann ein solches Album, wie es PUDDINGHEAD ist, hier zu releasen.

Auf Platz 2 landete das Album in den australischen Charts. Ganz knapp ging es an der Chartspitze vorbei. Diese Platzierung sagt einiges über die Musikkultur aus, denn so wie das Album auf den ersten Blick klingt, hat es in unseren Deutschland-Charts keine Chance auf Platz 2. Dazu klingen Ball Park Music zu independent. Ein Indie-Album auf Platz 2 in Deutschland oder gar in den Top 3? Wann hätte es das denn das letzte Mal gegeben?

Der Opener der Platte „She Only Loves Me When I’m There“ läuft hierzulande in einigen Radiostationen auf Rotation. Radios, die ein alternatives Programm bieten und sich nicht dem Mainstream verschreiben, wohlgemerkt.
Recht flott gehen es die fünf jungen Musiker aus Brisbane an. Der nächste Titel „Next Life Already“ oder auch „A Good Life Is The Best Revenge“ arbeiten viel mit Alt-J-ähnlichen Gitarrenmelodien. Das Ding ist, sie haben sich hier vielleicht mit der Jahreszeit vertan. Die Songs sind nämlich alle eher etwas für den Sommer oder Frühling. Nicht umsonst werden ihre Songs des Debütalbums als sonnengetränkter Rock angekündigt.

Aus Australien nach Europa: Ball Park Music; Credit:  Embassy of Music

Aus Australien nach Europa: Ball Park Music; Credit: Embassy of Music

So schön und gut das Album der Australier ist, uns fehlt das gewisse Etwas in der Stimme. Etwas, das den Sound noch eigenständiger, eigenwilliger und einzigartiger macht. Das Album macht Laune keine Frage. Doch es ist immer gefährlich, wenn man sich wie wir dabei ertappt und sagt: „Och das Album kann man schön nebenher laufen lassen.“ Das spricht im Nachhinein nie für Abwechslung oder den Moment, der einsetzt, wenn einen das Album packt.
Bei „Polly Screw My Head Back On“ ertappen wir uns dann doch, wie wir die Melodie schnell mitpfeifen können. Na also.

Uns interessiert es, wie es Euch dabei geht?

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