Review: Høker

Dänische Hip-Hop und Punk Mische von Høker

Høker aus Dänemark im Review; Foto: Agnes Vera Kaufmann

Heute stellen wir dir die dänischsprachige Band Høker im Review vor. Mit „Plastikliv“ erschien erst letztes Jahr das Debütalbum der Band. Nach langem hin und her und Verschieben, kam es dann doch endlich raus. Die Kopenhagener Band lies ganz schön lange auf sich warten. Der richtige Moment war einfach da und es hätte sich falsch angefühlt, das Album mitten der Pandemie zu veröffentlichen. Schon schade aber auch, denn auch darin lag ja so viel Zeit, Energie und Herzblut. Und wenn dann das eigene Baby so lange warten muss, kribbelt es schon längst in den Fingern, die neuen Songs rauszubringen. Høker besteht aus vier jungen Männern, und alles begann fast ganz klassisch: In einem Keller und mit dem Traum, Musik zu machen. Damals waren sie noch in der High School, und als ihre Klassenkameraden nach Hause gingen, ging Høker in den Keller und übte. Und es dauerte nicht lange, bis es ihnen gelang, gemeinsam Musik zu machen, Es entstanden eigene Songs, die sich irgendwo zwischen Pop, Hip Hop, Rock und R&B bewegen.

Die Gruppe besteht aus Sänger und Gitarrist Gustav Bejder, Rapper und Songwriter Emil Jelbo, Produzent Simon Guttermann und Gitarrist Sylvester Zabello. Sie sind alle Anfang 20. Die Gruppe wurde 2018 gegründet und debütierte 2019 mit der EP „Hands“. 2019 – nur ein Jahr nach Gründung der Gruppe – durften sie sich Gewinner des Talentprojekts KarriereKanonen rühmen. Eine tolle Auszeichnung so früh nach Gründung der Band. Es folgten etliche Shows vor über 16.000 Zuschauern. Doch dann kam eben die Pandemie. Bzw. davor schon schlich sich das Gefühl ein, sie müssten wieder mehr Zeit im Studio verbringen. Bei der Entstehung des Albums war es den Mitgliedern wichtig, aus ihrer gewohnten Umgebung herauszukommen. Es lohnt sich immer, sich etwas anderes anzusehen als das, was man normalerweise tut. Wahre Worte. So ging es in ein kleines Blockhaus, ohne Küche und nur minimaler Beheizung. Dort entstanden zwei Tracks des Albums und die Stimmung war richtig gut.

Trotzdem surreal, wenn man in Zeiten von Lockdown und absolutem Stillstand ein Album schreibt und man genau das Gegenteil vom Rest der Welt tut: Etwas Neues schaffen. Auch wenn das Album auf Dänisch getextet wurde, man fühlt mit und ist mitten drin in einer dramatischen Szenerie. Gut, dass sie nicht noch länger gewartet haben, bis sie ihr Album veröffentlichen.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Leave a Reply Text

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bestätige, dass du kein Computer bist. * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.