Microtonner – Post-Rock

Geschmackvoller & fulminanter Post-Rock aus Österreich

Microtonner aus Österreich

Microtonner aus Österreich

Heute stellen wir euch eine bereits über zehn Jahre alte Postrock Band aus Österreich vor: Microtonner heißen sie und haben soeben mit “Navigation” herausgebracht. Das Soundkartell stellt euch jetzt die Band und das Album vor.

Bei Microtonner begann alles ganz klassisch damit, dass der Gitarrist Martin Baumann und der Bassist Paul Proll eine Band suchten. Das war damals im Jahr 1997. Zu ihnen gesellte sich dann noch ein Schlagzeuger, fertig war die klassische Bandbesetzung. Schon bald kam es zu ersten Differenzen innerhalb der Band. Es gab Streitigkeiten um den Sound der Band. Und so dividierte sich die Band nochmals auf und sie begannen ihren Sound umzustruktuieren indem sie deutlich mehr elektronische Elemente in ihre Songs einbauten.

Microtonner mit ihrem vierten Studioalbum

Microtonner mit ihrem vierten Studioalbum

Es war ein völlig neuer Weg, den Microtonner einschlug. Zwei Jahre nach der offiziellen Gründung folgte mit “Stumme Zeugen” der erste Landspieler der Österreicher. Gute vier Jahre später folgte “The Power Of Ignorance”, welches in politischer Kritik verpackt war. Diese richtete sich vornehmlich an den ehemaligen Präsidenten Bush. Kontinuierlich arbeitete und feilten die Österreicher an ihrem Sound und so folgte innerhalb von neun Jahren mit “sub zero” ihr drittes Album. Darauf veränderten sie nochmals ihren Sound, indem jetzt mehr mit sogannten Speechsamples arbeiteten.

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Zudem wurde ihr Sound immer dichter und dichter. Gar apokalyptisch bezeichnen sie ihn selbst. Auf jenes Werk folgte dann erst einmal eine kreative Schaffenspause. Die hielt allerdings nicht sonderlich lang, denn schon 2008 machten sie sich wieder dran neue Aufnahmen zu produzieren. 2009 erschien dann “Observer” und es war mal wieder interessant zu beobachten wie sehr sich ihr Sound um ein weiteres Mal veränderte. Zu dieser Zeit kam es auch wieder zu Veränderungen innerhalb der Band und so wechselte Microtonner mit Chris Hubmann seinen Drummer aus. Mit diesem nahmen sie jetzt ihr neues Album “Navigation” auf, welches vor Kurzem erschien.

Auf diesem Werk finden wir neun neue Tracks, die vor mystischer und geheimnisvoller Stimmung nur so strotzen. In überwiegend allen Tracks kommen Microtonner ohne Vocals aus und spielen dafür einen umso protzigeren Gitarrensound runter. Streckenweise erinnert der Sound zwar an metalhafte Strukturen, doch was wir hier zu hören bekommen ist kein Metal, sondern weitläufiger Post-Rock.

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Meist sind die Drum-Einsätze vergleichsweise ruhig und wirken eher wie das langsame Aufbrechen einer Welle im Meer. Dort gesellen sich dann harmonische und weitläufige Gitarrenriffs hinzu, die durch einen dichten und schweren Basssound gestützt werden. “Departure” ist ein solcher Paradetrack der Band und beweist, mit welchen fulminanten Stilmitteln sie arbeiten. Durch das Fehlen der Vocals schaffen sie zugleich auch jede Menge Raum für Interpretationen und um sich selbst in ihrer Musik zurecht zu finden.

Mit “Navigation” ist den Österreichern ein gutes Album gelungen, dass innerhalb ihrer vielen Findungsphasen und Veränderungen im Sound nun einen überaus geschmackvollen Platz gefunden hat.

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