Caballo

Düsterer Electronica Sound von Caballo aus Berlin

 

CABALLO; Credit: Max Weise

CABALLO; Credit: Max Weise

Es ist der 860te Blogartikel des Soundkartells. Gut drei Jahre nachdem wir die Seite gelaunched haben, bekommt ihr heute eine speziellere Review zum Soloprojekt Caballo und der heute erscheinenden Debüt-EP.

Die erste Single „White Boy“ der heute erscheinenden EP THE LEGENDARY MERCY NOTES von Caballo ist eine Wucht. Da hat der Berliner Musiker David Friedrich, der hinter dem Projekt steckt einen Neuanfang gewagt. Als Solokünstler und unter dem Namen Caballo hat nun sein Debüt veröffentlicht und von unserer Seite bekommt er dafür einen kräftigen Schlag auf die Schulter.
Uns gefallen die fünf neuen Tracks wirklich richtig gut. Hier trifft düsterer Electro-Pop auf alte Synthie-Sounds.

Auch das Video zur Single finden wir klasse. Es passt wunderbar zur Stimmung im Song und vermittelt so nochmal eine zweite tiefer gehende Ebene innerhalb seiner Musik.

Es ist immer wieder ein tiefes wie aus der Tiefe kommendes elektronisches Flackern. So beginnt zum Beispiel sein Song „Chiva“ und entwickelt sich rasant zu einer etwas abstrusen und wired wirkenden Electro-Pop Nummer. Frei von üblichen Mustern, die wir vorher schon von unzähligen Pop-Künstlern gehört haben. So agiert Caballo in seinen Songs und bringt uns dazu unweigerlich auch zum Schmunzeln. „Downtown“ ist da schon viel eingängiger. Dabei scheint es ja so leicht zu sein. Nur ein paar Beats, Synthesizer und die Vocals von Caballo bewegen sich ganz nah an unserem Electronica-Liebling wie Troels Abrahamsen.

CABALLO; Credit: Max Weise

CABALLO; Credit: Max Weise

Die EP von Caballo klingt irgendwie nicht nach 2015. Sondern eher nach den 80ern und 90ern. Wichtig ist uns dabei, dass sich die Tracks entwickeln. Dass sie sich im Laufe ihrer Spielzeit sozusagen entfalten. So bewegt sich der Berliner in gut drei bis vier Minuten nicht auf einer ähnlichen Stelle. Er probiert vieles aus. Dreht mal hier mal da an Reglern. Lässt einen Song wie „Electric Butter“ nach gut einer Minute wieder abklingen und fährt ihn dann fort, wohin er ihn eben führen will: Ins Ungewisse.

Gewiss ist, dass wir es hier mit einem tollen EP-Debüt von Caballo aus Berlin zu tun haben. Wir sind mal gespannt wohin ihn seine Reise mit dem Soloprojekt noch führen wird. Der Name der EP geht auf die Legende der sogenannten „Mercy Notes“ zurück, wonach wichtige Musiker mögliche Noten gegen ihre Seele eingetauscht haben. Oder doch nicht? Das lässt Caballo auf seiner Facebookseite denn auch offen. Hier können wir seine Mercy Notes einsehen und auch nachspielen. Allein das ist schon wirklich tolles und interessantes Konzept, das sich Caballo da ausgedacht hat. Es weckt große Neugierde!

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