Arthur Beatrice – Ein Review ihres Debütalbums „Working Out“

Arthur Beatrice – Ein Review ihres Debütalbums „Working Out“

Debütalbum Release: Arthur Beatrice; Credit: Universal Music

Debütalbum Release: Arthur Beatrice; Credit: Universal Music

Seit Juni schon machen Arthur Beatrice in regelmäßigen Abständen von sich Reden. Jetzt wird es richtig konkret und für Ende März steht nun auch endlich der Release ihres Debütalbums “Working Out”. Das Soundkartell hat vorab ein exklusives Exemplar in die Hand bekommen und erzählt euch nun, wie es geworden ist.

Staubig war`s im August, als die vier Musiker von Arthur Beatrice ihren Gig auf dem Dockville Festival 2013 gaben. Ganz so viele wie bei Milky Chance oder The Lumineers hatten sich dabei – selbstverständlich – nicht verlaufen. Aber dennoch war schon im Sommer das Interesse an ihrer Musik von besonderem Interesse. Der ein oder andere geschnigelte Festivalbesucher/in wird sich gedacht haben: “Von denen habe ich doch schon mal was beim NME gehört. Wirklich kennen tue ich sie noch nicht. Mal sehen vielleicht schaffe ich es ja, das Konzert zu sehen.”

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Es gibt nun zwei mögliche Ausgänge, entweder war dieser musikbegeisterte Mensch zu sehr damit beschäftigt seinen Kater auszuschlafen oder er hat es tatsächlich geschafft, Arthur Beatrice einen Besuch abzuschaffen. Wenn er letzteres geschafft hat, wird dieser sich glücklich schätzen dürfen, denn dann hat er mit Arthur Beatrice eine wirklich unheimlich gute Band gesehen, die jetzt letztlich und endlich durchstarten wird.

Diesen Eindruck bekräftigen sie gerade durch ihr Ende März erscheinendes Debüt “Working Out”, welches sie vorher noch mit ihrer neuen Single “Midland” ankündigen. Diese läuft übrigens schon in der Soundkartell-Sendung und ist ein wirklich grandioser Vorbote ihres elf Titel enthaltenden Albums. Bis das Werk jetzt endlich aufgenommen war, verging einiges an Zeit. Das erste Mal tauchten sie bei uns auf dem Blog im Juni mit ihrer ersten Single und EP “Carter” auf.

Schon damals überzeugten sie mit ihrem britischen Sound, der abwechselnden Vocals und gestocherten Gitarrenriffs, die an The xx erinneren.
Als die offiziellen Nachfolger jenes Duos werden sie auch schon nicht mehr nur unter vorgehaltener Hand gehandelt, sondern es wird nun auch schon konkret ausgesprochen. Dort etliche Bands, so auch Arthur Beatrice wehren sich gegen diese ja fast schon als Anschuldigung aufgefasste Meinung.

Debütalbum Release: Arthur Beatrice; Credit: Universal Music

Debütalbum Release: Arthur Beatrice; Credit: Universal Music

 

Die elf Tracks auf dem Album sind perfekt. Keiner aus der Band sollte auch nur eine Sekunde lang an dem Sound der Band zweifeln. Jedem sollte jedes Riff, jede Pause und jeder Texteil gefallen. Nur so konnten sie dem Album eine art identitätstifende Funktion verleihen. Meist wirken Alben, die auf eine solche Art und Weise konzipiert wurden steif und dann letztlich doch nicht ausgereift, doch Arthur Beatrice schaffen diesen Sprung. Nehmen wir ihre grandiosen Single-Tracks heraus, bleibt immer noch ein Sammelsurium an unglaublich kreativ arrangierten und liebevoll aufbereitenden Titeln. Es grenzt an ein Wunder, dass sie sich nicht vom Hype haben fassen und packen ließen.

Als ein perfektes Beispiel sei hier “More Scrapes” genannt. Ein smoothes Schlagzeug, ein Piano und die so feenhafte Stimme von Ella entzücken. Es wirkt so, als ob sie mit Absicht jedes Instrument absichtlich gedämpft hätten. Zwar fehlt den Titeln so genommen ein gewisser Ausbruch, doch diesen kompensiert Ella in ihren Vocals und den Gitarrenriffs, die stellenweise tatsächlich an The xx erinnern. Ein besonders schönes Stilmittel der Briten ist dabei, dass sie beinahe jeden Titel Sekunde für Sekunde aufbauen. Keiner enthält dabei die gleichen Bausteine, oder vielleicht doch, aber dafür sind diese auf eine andere ästhetische Weise bemalt.

Anfangs werden sich diejenigen beschweren, die die Band noch nicht so lange kennen, was man an Arthur Beatrice Besonderes finden mag. Diese hören die Songs wohl nicht zu Ende, denn erst viel später, bzw. nach einem schier endlos erscheinenden Intro bauscht sich der volle Sound vor dem Hörer auf.

Das Album der vier Musiker ist eine Wucht. Es ist zwar auf den ersten Anlauf hin nicht perfekt zugänglich, aber dennoch ein überaus gutes Werk geworden, dass uns über das Jahr hinaus in Erinnerung bleiben wird. Arthur Beatrice ist nicht umsonst eine der aufregendsten Bands unserer Zeit. Schade für denjenigen, der die vier nicht auf dem Dockville Festival gesehen hat.

So hätten sie geklungen:

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