Review: Lewis Coleman
Australischer Multi-Instrumentalist Lewis Coleman im Review
Lewis Coleman begeistert direkt durch seine vielen Talente. Egal, ob an der Gitarre, dem Synthie oder eben auch als Sänger. Der Melbourner Musiker produziert und schreibt alle Songs selbst. Er holt sich dann für Live-Sessions natürlich Hilfe dazu. Doch im Grunde passiert das alles basierend auf seinen Ideen. Seine brillanten Ideen präsentiert er uns dann z.B. auf seinem Album „Method Of Places“. Dort mixt er Indie, Rock, Electronica, Jazz und Soul. „Can’t Face It“ ist dabei z.B. ganz anders. Eine Bassline gibt die gesamte Zeit die Rhythmik vor und es entpuppt sich ein smoother Pop-Song. Er spult den Song nicht einfach so ab, sondern erzeugt eine Dichte und Nähe, wenn man den Song auf den Ohren hat, wirklich toll!
Hin und wieder gibt es dann abstrakte Phasen in seinen Songs, da verlässt er die für uns als ZuhörerInnen gewohnten Pfade und übt sich in melodischen Ausflügen, die erst einmal schräg klingen können und dürfen. Dass das Album in fünf unterschiedlichen Schlafzimmern in 5 Jahren aufgenommen wurde, merkt man überhaupt nicht. Und dennoch merkt man aber, dass jeder Song für ihn eine kleine Mikro-Welt ist. Dorthin entlässt er seine Gedanken und Geschichten. Dass er in unterschiedlichen Schlafzimmern die Songs hat entstehen lassen, passt hier dann sehr gut: Es entspinnen sich nicht nur für ihn immer auch unterschiedliche Gedanken.
Für mich ist Lewis Coleman zusammen mit seinem Debütalbum eine echte Entdeckung! Langsamer, soulig anmutender Electro-Pop mit so vielen Facetten in den Songs. Das macht wirklich großen Spaß ihm zu lauschen.
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