A Forest – Werde Teil einer gewollten Revolution

A Forest – Werde Teil einer gewollten Revolution

Starten eine Revolution: A Forest; Credit: A Forest

Starten eine Revolution: A Forest; Credit: A Forest

Wir wollen euch heute eines der wohl aufregendsten und aufstrebendsten Musikprojekte aus Deutschland für das Jahr 2014 vorstellen: A Forest. Das Soundkartell macht euch klar, worauf ihr euch einstellen müsst.

Am Anfang steht eine Festschrift. Eine Deklaration. Also ein Anschreiben an alle, um darin Ziele und Absichten zu deklarieren. Fest zu machen und auch Bestehendes nieder zu ringen und somit Platz zu schaffen für etwas vollkommen Neuartiges. Diesen Anspruch erheben A Forest auf ihre Musik, denn sie wollen mit ihrer “Surfaces EP” eine Revolution starten.

Ganz bewusst. Ganz offen und jedermann kann daran teilhaben. Doch zunächst sollte jedem klar sein worum es in dem Manifest der Band aus Leipzig und Berlin geht. Zu Beginn geht es darum, uns einer klaren Entwicklung vor Augen zu führen: Dass wir keine Musiker mehr sind. Unter diesem Titel rangiert die Deklaration der Band. Sie wollen diejenigen sein, die die neuen digitalen Wege einschlagen, neue Bahnen schaffen.

 

Starten eine Revolution: A Forest aus Leipzig; Credit: A Forest

Starten eine Revolution: A Forest aus Leipzig; Credit: A Forest

 

 

A Forest zeichnen zunächst in Schnelle den Weg nach, den die Musik hin zur vollkommenen Digitalisierung genommen hat und darum wie schwer es ist als Künstler zu überleben. Eine Karriere, die den Bands und Künstlern jegliche Chancen abspricht. Die Leipziger und Berliner haben es sich selbst zum Auftrag gemacht, ihre Fans als etwas Neues zu betrachten, als direkte Supporter. Über ein Crowdfunding Projekt haben sie ihre Platte finanziert und auch bei jedem Kauf der CD fließt zumindest ein Bruchteil der Einnahmen zurück an die Band.

Im Fokus steht dabei das Miteinander. Also den Fan an die Hand zu nehmen und ihm zu zeigen, dass er durch ein einfaches und monetäres Zutun Teil der Band sein kann. Ein besonderes Gefühl, vor allem dann, wenn wir zu einem späteren Zeitpunkt die Musik hören und uns dann heimlich denken: “Ja, das haben die auch mir zu verdanken”.

Kommen wir nun zum Wesentlich von A Forest, obschon der Bandname ein Teil des Manifests ist, ist die Musik des Trios auch ein düsteres Dickicht an Synthesizer-Klängen, eines tieferen und wummernden Basses. Dennoch kommen ihre drei Titel der EP minimalistisch und karg daher, wobei wir es eher so formulieren sollten, dass die Instrumentierung ausreicht um das Maximum herauszuholen. Es handelt sich hier um wirklich überaus charmanten Kammerpop, der in seinen einzelnen Bestandteilen äußerst experimentiell strukuriert ist.

Zusammen mit dem Manifest konstruieren A Forest ein wundervolles stimmiges Gesamtbild ihrer Musik. Wenn sie auf ihrem Album fortführen, was sie schon jetzt auf ihrer EP zelebrieren, gehen wir gerne Hand in Hand mit der Band den nächsten Schritt und fühlen uns als besonderen Bestandteil ihres selbst gepflanzten Waldes. Es ist durch den ungewöhnlich hohen jazzigen Anteil und der experimentiellen Art und Weise erstaunlich leicht Zugang zu finden.

Wir können gerade wohl nur erahnen wie groß und flächendeckend der Wald werden kann. Er hat es in jedem Fall verdient einer der größten und schönsten Deutschlands zu werden. Am Ende dürfen wir sagen: I Am A Forest!

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