Rezension: Typhoon – “Offerings“

Typhoon „Offerings“ Albumrezension

Typhoon Albumrezension - Fotocredit: Jeremy Hernandez

Typhoon Albumrezension – Fotocredit: Jeremy Hernandez

Nehmen wir 11 Jungs aus Portland, mischen sie mit allem Verrückten was wir kennen und geben dem ganzen einen roten Faden, dann haben wir Typhoon mit Ihrem neuen Album “Offerings“. Redakteurin Silke Knauer durfte das neue Werk schon vorab hören und möchte ihre Begeisterung gerne weitergeben…

Fangen wir von vorne an. 11 Jungs aus Portland, ursprünglich aus Salem (Oregon) haben bereits drei Alben veröffentlicht und standen mit Größen wie Portugal. The Man oder The Decemberists auf der Bühne und kommen 2018 auch endlich nach Deutschland. Die Indie-Rock-Band wird stilistisch eingeordnet zwischen Arcade Fire, Frightened Rabbit und Beirut und hat für mich dem neuen Album ein neues “Werk“ geschaffen.

Der Sänger Kyle Morton gibt uns hier 14 Songs für Kopf und Seele mit auf unseren Weg und verlangt unsere volle Aufmerksamkeit. Mit schöner Stimme erzählt er uns die Geschichte über einen fiktiven Mann, der sein Gedächtnis verliert und somit auch sich selbst. 70 Minuten lang schaffen es die elf Musiker mich mitzunehmen auf eine Reise schöner Musik über gewaltige Klangexplosionen aller möglichen Instrumente wie Drumsets, Violinen, Trompeten, Piano – um nur einige zu nennen – bis hin zu ohrenbetäubender Musik, die ich einfach nur wegschalten möchte, es aber nicht kann, weil es zum Gesamtwerk gehört.

Puh, es ist nicht einfach zu erklären, was diese Jungs in einem auslösen können. Aber der Erfolg als eine der größten Indie-Rock.Bands in den USA gibt Ihnen Recht. Mit dem musikalischen Handwerk erschafft man Kunstwerke und darüber hat auch der Sänger berichtet:

“Ich sah mir sehr viel von David Lynch an, dachte sehr viel über die Filme “Memento” von Christopher Nolan und Fellinis “Achteinhalb” nach. Außerdem lagen viele Bücher auf meinem Nachtschrank, die in meine Ideen hineinspielten. Dies machte das Album sicherlich zu einem düsteren”, erzählt er.

Das Album ist also wirklich als “Werk“ zu nehmen, es ist aufgeteilt in vier Abschnitte (Floodplains, Flood, Reckoning und Afterparty) und beschreibt damit auch die mentalen Phasen, die die fiktive Person durchläuft.

Mehr Wissen möchte ich eigentlich gar nicht vorweg nehmen. Das das Album etwas Großes ist, merkt der Hörer schon ganz selbstständig, schon bei den ersten Klängen. Ich kannte die Band auch nicht und war mir gleich ganz sicher, dass ich unbedingt eine Rezension über sie schreiben möchte. Die einzelnen Songs haben mich einfach gefesselt und jeder Song hat mich neues entdecken lassen. Ich bin auch noch lange nicht fertig mit dem Zuhören und entdecken und werde das Album immer wieder hören und fühlen.

Wenn Euch das Album gefällt, könnt ihr Euch „Offerings“ mit nur einem Click auf das Bild unten holen!

Deshalb gebe ich Euch keine einzelne Songkritik mit auf den Weg, nur den Rat Euch Zeit zu nehmen und den Jungs und den Instrumenten zuzuhören und Euch treiben zu lassen durch die Geschichte, die sie uns erzählen. Und wenn Ihr Ihnen live dabei zusehen wollte, dann könnt ihr das hier tun:

10.03.2018 – Hamburg, Knust
14.03.2018 – Berlin, Musik & Frieden
20.03.2018 – Köln, Artheater

 

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