Review: Sugarthief
Britischer Flair und Indie von Sugarthief
Wir hatten es ja in den letzten Tag schon mal mit dem britischen Flair, den liefern uns jetzt heute Sugarthief aus Birmingham. Allzu viele dürften die Band noch nicht auf dem Radar haben. Dabei gibt es sie bereits seit 7 Jahren. Im Herbst 2015 spielten sie ihren ersten Live-Gig. Drei Jahre später hatten sie bereits über 100 Gigs auf dem Zettel. Doch nicht nur einfach in irgendwelchen Spelunken, sondern auf Main Stages wie dem YNOT Festival, dem Isle of Wight oder auch als Support von The Night Cafe oder Willie J Healy. Dafür, dass die Kerls noch so jung sind, ist das ganz schön beeindruckend, wenn ihr mich fragt. Der Aufstieg verlief zwar nicht kometenhaft steil, aber kontinuierlich.
Bei den Birmingham Music Awards wurden sie im Jahr 2018 als die beste Alternative/Indie Band ausgezeichnet. Das kam unerwartet, förderte aber ihren Aufstieg immens. Man könnte ja meinen Bands, die so aus der britischen Pampa kommen, bleiben da auch irgendwie stecken in einem Radius von maximal 100km Umkreis. Aber Sugarthief schafften es zu nationalem Airplay bei der BBC oder auch bei Radio X. Respektabel und verdientermaßen muss man ja sagen. Im März 2019 erschien dann erst ihre erste EP „i before e“. Die einzelnen Releasedates der Singles zogen sich dann über ein weiteres Jahr.
Es schwingt ja immer so ein kleines Damoklesschwert über Indie-Bands aus UK. Der Vergleich mit Größen wie den Arctic Monkeys ist immer direkt hergestellt, wenn auch unfair. Aber bei „When Did It All Go So Wrong?“ fühle ich mich in Anbetracht der Bassline und den Riffs an der Gitarre schon sehr stark daran erinnert. Vermutlich kann man das gar nicht so sehr abschütteln und man hat diese Einflüsse einfach im Blut, wenn man aus Großbritannien kommt und den großen Sprung schaffen will. Umso stolzer sind sie auch, dass sie auf ihren Sound „Made in Birmingham“ schreiben dürfen. Man fühlt sich direkt an Serien wie die er Peaky Blinders erinnert, es wirkt alles sehr stimmungsvoll.
Jetzt fehlt allerdings noch ein Album und naja der ein oder andere neue Song von der Band. Es bleibt abzuwarten, ob die Band ihr starkes Debüt noch weiter bestätigen können, ich bin da aber ganz zuversichtlich um ehrlich zu sein.
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