Review: Talk Show

Selbstquälerische Ader von Talk Show

Talk Show zwischen Industrial Rock und Electronic; Fotocredit: Credit: Ashley Rommelrath

Wir stellen dir heute die Süd-Londoner Band Talk Show im Review vor. Ja, es gab schon einst mal eine bekannte Band, die Talk Show hieß. Die hat sich mittlerweile aber aufgelöst. Mit „Effigy“ haben sie zudem im Februar ihr Debütalbum veröffentlicht. Produziert wurde es von Remi Kabaka Jr. (Gorillaz) und folgte im Frühjahr auf die Releases „Closer“, „Gold“ und „Red/White“. Auf dieser Platte werden ungeahnte Kräfte freigesetzt und es wirkt so als würden sie sich selbst entfesseln. Dazu mischt das aus der immer noch boomenden Post-Post-Punk-Szene Südlondons stammende Quartett noch mehr aus den Neunziger- und Nullerjahren herbeigezauberte Einflüsse.

Vier Jahre haben die vier Briten darauf gewartet, bis sie „Effigy“ releasen konnten. Und es ist nicht nur einfach Post-Punk, sondern sie haben sich komplett neuerfunden. Die Songs sind super dramatisch und voll mit Effekten und sind eher eine expressive Darbietung ihrer selbst. Industrial trifft auf Electronic und Rock. Natürlich muss man auch gemacht dafür sein, denn für hypersensible Menschen könnte das zur Überforderung führen. Oder aber eben dazu, dass man endlich mal wieder etwas hört, das erfrischend anders klingt. ±

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