Rockfish – Blutjunge Ulmer Jahrgang 1999 und 2000

Rockfish

Drehen wir doch mal die Zeit zurück in das Jahr 1999. Was ist uns aus diesem Jahr noch geblieben? Gerhard Schröder war zu der Zeit noch Bundeskanzler, und Roman Herzog war noch ein paar Monate Bundespräsident. 1999 wurde sogar der Euro als gemeinsame Währung für die EU beschlossen und Jan Ullrich wurde -natürlich ganz legal- Weltmeister im Einzelzeitfahren. Genug der alten Ereignisse, schließlich sind seitdem 13 Jahre vergangen. 13 Jahre, das ist keine wirklich lange Zeit, aber wenn man diesen zeitlichen Abschnitt auf das Alter überträgt tun sich dann doch Welten auf. 13 Jahre Unterschied, das ist dann doch gewaltig. Doch nun zur Musik: Bei der nächsten Band finden wir uns in Ulm wieder, und alle Mitglieder der noch jungen Formation sind sage und schreibe allesamt Jahrgang 1999 und 2000! Rockfish, so heißt die nächste Band, die wir euch hier vorstellen wollen, ja und eigentlich auch müssen.

Es ist ja nicht so, dass sich Rockfish erst letztes Jahr gegründet hat. Nein, Rockfish existiert schon seit dem Jahr 2009, drei Jahre also spielen sie in dieser Formation schon zusammen. Wenn man sich überlegt wie jung die Mitglieder Flo, Joni und Niki damals schon waren, kommt man aus dem Schmunzeln nicht mehr heraus. Später im Juni 2012 kam dann erst mit Daniel ein Schlagzeuger hinzu. Rockfish ist somit eine klassische Schulband und ihnen stehen noch etliche Jahre in ihrer Musikerkarriere bevor.

Als jüngste Rockband aus dem Süden betiteln sie sich selbst. Das dürfte wohl in der Tat hinkommen und eine Rockband sind sie allemal. Englischsprachigen Rock spielen Rockfish und fallen in ihrem Songs mit wahrlich grandios satten Gitarrenriffs, wummernden Schlagzeugbeats und einem pulsierenden Bass auf. Bands, in denen die Mitglieder noch so jung sind, kenne ich bis auf Duné selbst nicht.

Anfang 2012 kam zudem ihr Debütalbum „Going to get bigger“ raus, und der Name ist bei Rockfish Programm. Man mag sich zwar anfangs noch die Augen wischen, wenn im Opener „We love Rock`n Roll“ das Schlagzeug zum Intro lädt, die Vocals zum ersten Mal ertönen und ein astreines Gitarrenriff den Reigen eröffnet. Richtig professionell kommen Rockfish von der ersten Sekunde an daher und man kauft es ihnen sofort ab, dass sie schon recht früh den Rock`n Roll lieben gelernt haben. Auch im zweiten Track „Stormbreaker“ wird deutlich welch großes Potential sich hinter Rockfish verbirgt und wie viel sie davon schon in der Lage sind auszuschöpfen. Äußerst geradlinig, zwar ab und an mit Effektgeräten verziert, aber im Großen und Ganzen eigentlich schnörkelfrei. Ruppig, rockig und rotzfrech. So oder so ähnlich könnte man Rockfish beschreiben, wenn man sie zum ersten Mal hört.

„Sisters are terrible, brothers are cool“, so titeln sie den Refrain ihres Tracks „Sisters are terrible“. Was Rockfish hier in seine Texte packt, ist klassischer Geschwisterhass. Als man damals noch kleiner war wünschte man sich lieber einen Bruder, wenn man dann doch eine Schwester bekam, war Streit und Keilerei eigentlich schon vorprogrammiert.

Auch in Titeln wie „Scheiß Regeln“, „Riff Of The Rockfish“ oder in „I`m a devil“ zeigen Rockfish quasi der älteren Generation, dass auch die deutlich jüngeren Musiker rocken und ordentlich ausbrechen können. Vor allem die Gitarrenriffs haben eine relativ hohe Metal-Rock Anmutung und geben forsch das Schritttempo ihrer Musik vor. Es fällt so in diesem Sinne auch nicht wirklich ein einziger Song von dieser Struktur ab. Sehr konsequent ziehen sie ihre Linie durch, und man merkt, dass sie sichtlich Spaß daran haben, mit ihrer noch so jungen Musik anzuecken.

In nur zwei Titeln textet Rockfish auf Deutsch: in „Scheiß Regeln“ und in „Gute Zeiten“.

Auch das steht ihnen, denn sie verpacken dabei ihre Musik gekonnt in ihre so typisch frechen Texte. Man mag es zwar nicht wirklich glauben, in Anbetracht wie jung sie noch sind, aber Rockfish in diesem Sommer noch auf so einigen Bühnen zu sehen sein. Denn sie schmücken ebenso das Obst Wiesen Festival wie auch das Kulturufer Friedrichshafen.

Zudem werden in ihrer Heimatstadt Ulm am 23.07 auf dem Ulmer Münsterplatz aufspielen. Das wird wohl zu ihrem größten Highlight auf der Bühne werden, wenn sie dann vor tausenden von Menschen spielen dürfen. Doch an Lampenfieber ist bei Rockfish nicht zu denken, so frech wie sie daher kommen, werden sie es sein, die die Menge zum Schwitzen bringen werden. Darauf wird Verlass sein.

Das Schönste daran, dass Rockfish noch so jung ist, ist dass sie damit eine noch so lange Karriere aber auch einen recht langen Weg vor sich haben. Mit der Unterstützung und Rückendeckung, die sie bisher erhalten werden sie es gewiss noch weit bringen. Wichtig ist dabei, dass sie den Spaß an ihrer Musik nicht verlieren dürfen. Eins steht jedenfalls fest: Wer mit 12-13 Jahren so qualitativ hochwertige musikalische Arbeit verrichtet, dem sei gesagt, dass noch größere Zeiten bevorstehen!

Auf ihrer Facebookseite bringen sie es eigentlich schon ziemlich gut auf den Punkt: „Wir wollen spielen.“ Und das werden sie auch.

Auf die Homepage von Rockfish kommt ihr direkt über diesen Link: http://www.rockfish-ulm.de/

Und um sie auf Facebook liken zu können, kommt ihr hier auf ihre Fanseite: http://www.facebook.com/RockfishUlm?ref=ts

Zu guter Letzt gibt es jetzt noch von Rockfish den makellosen Track „Gute Zeiten“:

[soundcloud]http://soundcloud.com/soundkartell/rockfish-gute-zeiten[/soundcloud]

 

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